Philipp Klöckner đŸ‡©đŸ‡ȘPhilipp Klöckner war sechs Jahre lang als Search Strategist und VP Travel Verticals bei Idealo.de tĂ€tig. Seit 2011 ist Philipp Klöckner vor allem als Angel Investor und Advisor tĂ€tig und teilt seine Erfahrung in den Bereichen Online Marketing, Produkt Entwicklung und Business Intelligence mit Startups, Growth Companies und Kapitalgebern. 🇬🇧 About the author: Philipp has been an in-house SEO and VP Travel Verticals at the market-leading price comparison in Europe (Idealo.de) for 6 years. Since 2011 Philipp Klöckner is an active Angel Investor and Advisor, helping Startups, Growth Companies and Private Equity funds by sharing his deep insights into Digital Marketing, Product Development and Business Intelligence. 🔗 Connect via: LinkedIn (Follow) | Twitter | Facebook (Subscribe)

Von der Netz-Demokratie zum Google-Monopoly

21 min read

Google ist nicht nur der beliebteste Arbeitgeber, der Suchmaschinengigant aus Mountain View gilt in vielerlei Hinsicht als Vorzeigeunternehmen und macht der Öffentlichkeit erfolgreich weis, dass man aufgrund der Google Philosophie “Don’t be evil” niemals Böses tun wĂŒrde.

Das Unternehmen habe erkannt, dass es wichtig ist, jedermann Zugang zu den besten Informationen zu gewĂ€hren und verpflichtet sich der Unbestechlichkeit und ObjektivitĂ€t der Suchergebnisse, sagt es. DarĂŒber Hinaus stellt sich Google als Weltverbesserer und Netzverteidiger dar.

Doch die RealitĂ€t sieht anders aus: Google ist an Doppelmoral kaum noch zu ĂŒbertreffen. Die IntegritĂ€t gegenĂŒber Konkurrenten und Werbetreibenden kĂŒmmert Google ebenso wenig wie das InformationsbedĂŒrfnis der Verbraucher.

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Auszug, Google IPO Letter 2004; Unterschrieben von den GrĂŒndern

Wie mÀchtig ist Google?

Bevor man beginnt die letzten Maßnahmen von Google auf dem europĂ€ischen Markt nĂ€her zu betrachten, gilt es festzustellen, in welcher Marktposition sich Google hierzulande befindet. Insbesondere in Deutschland liegt der Marktanteil von Google im SuchgeschĂ€ft bei nahezu 95%. Tendenz: steigend.

Nicht nur dass der Platzhirsch Google den ĂŒberwiegenden Teil aller Suchanfragen beantwortet, auf den folgenden PlĂ€tzen stehen zudem sogenannte Suchpartner von Google, die auf die organischen Ergebnisse von Google zurĂŒckgreifen (wie T-Online, Web.de, etc.) und zudem in aller Regel auch das Google AdWords Network als Erlösquelle nutzen. Die einzigen beiden echten Konkurrenten Bing und Yahoo folgen weit abgeschlagen auf Platz 7 und 9 des Suchmaschinen-Rankings in Deutschland und verlieren weiter an Boden zugunsten der von Google gefĂŒtterten Search Partner.

Eine besondere Rolle kommt sicher dem US-amerikanischen Google-Liebling IAC zu, dessen “Suchmaschinen” Ask.com, ZapMeta, Search-Results.com und Excite ihre Besucher in aller Regel bei Google AdWords einkaufen und dann wiederum mit den Search Partner Anzeigen von Google monetarisieren. Bei diesem Arbitrage-Spiel gelingt es Google und IAC aus einer ursprĂŒnglichen Suche mehrere Suchen ĂŒber verschiedene Portale zu generieren.

Dieses Adwords-Karussell ist fĂŒr Google besonders charmant, weil der Suchmaschinen-Riese vor allem durch die Anzahl der SuchvorgĂ€nge des Marktes im Wachstum begrenzt ist. Entstehen nun aber aus einem einzelnen Search-Request gleich mehrere Aktionen ĂŒber verschiedene Portale mit Google-Anzeigen hinweg, kann der gleiche User von Google und seinen Partnern mehrfach gemolken werden.

Oktober 2012 Infrastruktur Unique Audience Zeit pro Person
Suche insgesamt 40 580 000 48:10 Min.
1. Google Suche Google 36 465 000 41:43 Min.
2. Google Bilder Suche Google 15 685 000 08:35 Min.
3. T-Online Suche Google Partner  8 261 000 07:33 Min.
4. Ask.com Google Partner (IAC)  7 887 000 02:53 Min.
5. Google Produktsuche Google  3 728 000 02:03 Min.
6. Web.de Suche Google Partner 3 239 000 08:03 Min.
7. Bing Websuche Microsoft  3 209 000 07:33 Min.
8. ZapMeta Google Partner (IAC)  2 394 000 00:51 Min.
9. Yahoo! Suche Yahoo  2 203 000 06:54 Min.
10. Search-results.com Google Partner (IAC)  2 108 000 07:39 Min.

Quelle: Nielsen Netview

Aus dieser Vormachtstellung und der infrastrukturellen Rolle, die sich daraus fĂŒr Google ergibt, geht entweder das BedĂŒrfnis fĂŒr besonders verantwortliches Handeln seitens Google oder aber die Notwendigkeit der Regulierung durch Wettbewerbsbehörden hervor. Das Argument, dass Google ein privates Unternehmen ist, welches seinen Traffic monetarisieren kann, wie es ihm beliebt, wird durch die absolut marktbeherrschende Stellung als Quasi-Monopolist klar relativiert.

Der Verweis darauf, dass Konsumenten auch andere Suchmaschinen nutzen könnten und es theoretisch Wettbewerbsangebote gĂ€be ist ebenso nicht einschlĂ€gig. Google ist insbesondere fĂŒr EuropĂ€er der Inbegriff der Suchmaschine und das Wort “googeln” stand als Synonym fĂŒr die Internetsuche im Duden. Die Mehrheit der Bevölkerung könnte keine zweite oder gar dritte Suchmaschine benennen – geschweige denn auffinden. SĂ€mtliche Pseudo-Konkurrenten, die sich auch in der Nielsen-Auswertung finden, speisen ihre Marktanteile entweder indem sie selbst wiederum Traffic beim Platzhirsch Google einkaufen mĂŒssen oder aber tief in Portalen integriert sind, die ihrerseits nicht wirklich als tatsĂ€chlicher Anlaufpunkt fĂŒr Suchende wahrgenommen werden (T-Online, web.de, gmx.de, …).

Nun bin ich sicher kein typischer Regulierungsfanatiker. Aber Google offenbarte in den letzten Wochen und Monaten deutlicher denn je seine eigentlichen Absichten und Prinzipien, wĂ€hrend nach Außen stets das “Don’t be evil”-Credo kommuniziert wird. Wenn man die vielen kleinen Schritte, die Google zuletzt ging, in einem Gesamtbild zusammenfĂŒgt, kann die einzig logische Schlussfolgerung sein, dass Google geradezu um Regulierung oder gar Zerschlagung bettelt. Denn Google selbst ist der Meister der Internet-Regulierung. Schließlich verschiebt die US-amerikanische Suchmaschine seine Millionen von Nutzern nur auf solche Seiten, welche die Google-Richtlinien in Hinsicht auf Wertschöpfung, Monetarisierung, Seitenarchitektur und User Experience gehorsam erfĂŒllen. Vor allem aber schaufelt das Portal zum Internet mehr und mehr Nutzer in seine eigenen Produkte und Anzeigen und damit immer mehr Werbedollars in die eigene Kasse.

Dem Internetkonzern gelingt es wie keiner anderen Firma, seine “Adjustierungen” am eigenen Produkt und Erlösmodell in fĂŒr den Benutzer kaum noch als VerĂ€nderungen wahrnehmbare kleine HĂ€ppchen zu schneiden. Werbetreibenden und Nutzern der Internetsuche werden Neuerungen, deren einzige BegrĂŒndung in höheren Erlösen fĂŒr Google liegen, als einzigartige Kommunikationsmöglichkeiten mit großartiger User Experience verkauft, wĂ€hrend tatsĂ€chlich nur um jeden Preis Werbebudgets auf das Balance Sheet von Google Inc. verlagert werden sollen. Grund genug einmal genauer hinzuschauen…

Google auf Wachstumskurs?

Bei aller Kritik an Google darf man nicht vergessen, dass es sich nicht nur um ein Quasi-Monopolisten handelt, sondern auch um ein börsennotiertes Wirtschaftsunternehmen, welches seinen Börsenwert fĂŒr seine erfolgsverwöhnten Investoren in den letzten Jahren auf ĂŒber 225 Mrd. US-Dollar gesteigert hat. Der Google-GrĂŒnder Larry Page, der kĂŒrzlich wieder das Ruder an sich gerissen hat, verkĂŒndete zudem, dass Google seinen Umsatz von 2011 bis 2016 auf ĂŒber 100 Mrd US-Dollar verdreifachen wird. Ein ambitioniertes Ziel, wenn man sich die natĂŒrlichen Wachstumsmöglichkeiten von Google anschaut.

Wie genau wÀchst eine Suchmaschine?

Ein Suchmonopol ist nicht zwangslĂ€ufig etwas Gutes – nicht einmal fĂŒr den Monopolisten. Denn Google hat ein echtes Problem. Mit 80% Marktanteil in den USA und einem Quasi-Monopol in Europa gibt es nirgendwo mehr Marktanteile zu erobern. Theoretisch kann das Unternehmen also nicht schneller wachsen als die Anzahl der SuchvorgĂ€nge seiner Nutzer. Diese wiederum wĂ€chst maximal mit 7-10% im Jahr. Zudem raubt Facebook der Suchmaschine immer mehr “Online-Freizeit” der Internetbenutzer. Wer frĂŒher noch aus Langeweile gegoogelt hat, lĂ€sst sich heute lieber von Facebook bespaßen. Es bleiben Google daher nur wenige Optionen:

1. RĂŒckwĂ€rtsintegration bis zum Backbone des Internets

Wenn man von der Konkurrenz keine Erlöse mehr abgreifen kann, konzentriert man sich ĂŒblicherweise auf vertikale Integration. Konkret heißt das entweder Zulieferer oder Absatzpartner, die der eigenen Dienstleistung vor- oder nachgelagert sind, zu integrieren. Google ist bereits emsig dabei, noch tiefer in die Infrastruktur – also VOR die eigentliche Suche – zu greifen. Dazu entwickelte der Konzern einen eigenen Browser, ein Betriebssystem, etablierte das grĂ¶ĂŸte mobile Betriebssystem der Welt, wurde zum Internet-Zugangsanbieter und strebt nach einem eigenen Mobilfunknetz. Das wĂŒrde man klassisch RĂŒckwĂ€rtsintegration nennen und ist eine durchaus sinnvolle Entscheidung angesichts des begrenzten Wachstumspotentials im KerngeschĂ€ft. Es verschĂ€rft allerdings auch die Marktmachtproblematik, wenn Google den User NOCH frĂŒher abholt und dann auf all seinen Wegen lenkt.

2. VorwÀrtsintegration

Zudem “integriert” Google aber auch sehr stark vorwĂ€rtsgerichtet. In der “old economy” heißt VorwĂ€rtsintegration in der Regel, dass Handelspartner integriert werden, um zusĂ€tzlich auch die Handelsmarge einzustreichen und somit mehr von der Gesamt-Wertschöpfungskette einzunehmen. Ein gutes Beispiel ist ein Modelabel, das eigene Stores eröffnet, anstatt seine Bekleidung an Boutiquen zu verkaufen. Und das ist gar nicht so weit entfernt von dem, was Google derzeit praktiziert.

Betrachtet man eine typische Webtransaktion wie einen Schuhkauf, einen Versicherungsabschluss oder eine Hotelbuchung, ist es einerseits so, dass es am Ende immer zu einem Vertragsschluss (Transaktion) zwischen Konsument und Leistungsanbieter kommt. Andererseits startet der Großteil aller Transaktionen mit einer Suche. Google ist als Gatekeeper zum Internet also quasi der Traffic- oder Transaktionsproduzent. Nun gibt es aber zudem noch “Traffic-Boutiquen” die wiederum die “Ware Traffic” in Form von AdWords-Klicks bei Google einkaufen (frĂŒher gab’s den Traffic auch umsonst, aber dazu spĂ€ter…) und ihn dann teurer an die Shops und Vertragspartner weiterverkaufen.

Zu diesen Traffic-Vermittlern gehören zum Beispiel Adwords-Agenturen, Gutscheinportale, BranchenbĂŒcher, Preissuchmaschinen, sowie Vergleichsportale und Buchungsplatformen fĂŒr FlĂŒge, Hotels, Versicherungen, Kredite etc. und Affiliates jeglicher Couleur. Am Ende verdient nicht nur der Shop oder Dienstleister, der die Leistung erbringt, sondern auch Google und die Vermittler, die bei Google einen Großteil ihres Traffic beziehen.

“Cut out the middleman”

Aber Moment mal… wenn der Traffic doch anfangs sowieso Google gehörte, und wenn Google doch einerseits jegliche Inhalte dieser Vermittler kennt, und andererseits auch aus dem Traffic-Marktplatz AdWords genau weiß, welche Transaktion welchem Vermittler wievel Gewinnmarge und welches Transaktionsvolumen liefert; und wenn der Vermittler doch eigentlich außer ein bisschen Vergleicherei und bestenfalls Beratung kaum Mehrwert im Transaktionsprozess beisteuert, außer Googles Traffic mit einer Provision an die Transaktionsanbieter zu verkaufen, warum soll Google das dann nicht gleich selber machen oder gar den Traffic kostenlos an die Vermittler verschenken? Aber keine Sorge! So blöd ist Google zum GlĂŒck nicht (mehr)!

Adwords Spent by Industry | Quelle: "Wordstream"Um die VorwÀrtsintegrationsstrategie von Google zu erahnen muss man nicht lange rumorakeln, sondern kann einfach diejenigen Marktteilnehmer anschauen, die das meiste Geld bei Google AdWords ausgeben (können). Was die Grafik rechts verschweigt, ist dass die zuvor bereits erwÀhnte Interactive Corp (IAC), welche die User mit Googles Hilfe emsig durch das AdWords-Karussell schleudert, relativ klar der TOP-Partner von Google ist und 2011 fast so viel Geld bei Google platziert hat, wie Amazon und eBay zusammen.

Wenn sich unter den Top-Adwords-Werbetreibenden nun aber Hotelbuchungsvermittler, Online-Reiseagenturen, Flugpreisvergleiche, eCommerce-MarktplĂ€tze und Vergleichsportale fĂŒr Finanzdienstleistungen befinden, dann legt das natĂŒrlich Nahe, dass es noch zu viele Vermittler in der Wertschöpfungskette gibt, die offenbar gutes Geld verdienen, obwohl sie eigentlich nur von Googles Traffic leben.

Als schöne Beispiele fĂŒr VorwĂ€rtsintegration von Google können daher der Google Hotelfinder, Google Flights, Google Shopping, der Google Finance Advisor und Google Places/Maps sowie die Übernahmen von Like.com, DailyDeal und Beatthatquote gelten. WĂ€hrend Pauschalreisen-Produkte (Travel packages) relativ komplex sind und noch etwas Entwicklungszeit in Anspruch nehmen könnten, und Google Streetview sich nur ĂŒberraschend langsam in ein Real Estate Portal mit Branchenbuch und Couponing-Funktion wandelt, wundert es fast ein bisschen, dass es noch keine Jobsuche von Google gibt. Abgesehen davon kann man aber sagen, dass Google fĂŒr fast jedes erdenkliche GeschĂ€ftsmodell, welches aus Websuchen Geld zu generieren vermag, bereits ein eigenes vertikales Produkt am Start hat.

Und abgesehen davon war mit Ausnahme von StreetView keines der Produkte wirklich innovativ, sondern bestenfalls eine gelungenere Umsetzung eines bereits existierenden Modells, welches den grĂ¶ĂŸten Teil seiner Kundschaft zuvor bei Google rekrutiert haben. Aber was soll’s – Konkurrenz belebt schließlich das GeschĂ€ft, und wir Deutschen dĂŒrfen uns ja offensichtlich nicht ĂŒber Copycats beschweren…

3. Wenn die Konsumenten nicht mehr suchen, mĂŒssen sie eben motiviert werden

Wenn das BedĂŒrfnis zur Inanspruchnahme von Suchmaschinen und damit das Ertragspotential fĂŒr Google leider nur mit 8% im Jahr wĂ€chst, man zudem bereits (fast) ĂŒberall MarktfĂŒhrer ist, und es mit Russland und China einfach nicht klappen will, bleiben immer weniger Alternativen. Einerseits kann Google versuchen, aus einem einzelnen “Search Intent” immer mehr Einzelsuchen zu machen, indem User ĂŒber die Fake-Suchmaschinen von IAC und anderen Arbitrageuren geschliffen werden und somit mit ein und dem selben Benutzer gleich mehrfach Geld verdient werden kann.

Andererseits muss Google die Menschen mehr und mehr dazu bringen, die Google-eigenen Produkte zu nutzen, obwohl diese Menschen nicht einmal immer an einem Schreibtisch oder Notebook sitzen. Es ist fĂŒr Google also essentiell wichtig, das Thema Mobile nicht zu verpassen und auch hier eine dominante Stellung zu erreichen. Ist der Suchriese erst einmal mit Betriebssystem, Browser und Apps auf 85% der EndgerĂ€te vertreten, kann Google Menschen dazu bringen zu suchen, wo sie normalerweise nicht einmal an Suchmaschinen denken wĂŒrden. Zum Beispiel in Museen, Einkaufszentren oder FlughĂ€fen mit Indoor Maps oder Google Goggles. Idealerweise aber mit einem noch engeren Begleiter als einem Handy. Zum Beispiel einer Brille? Oder einer Armbanduhr?

Google GrĂŒnder Sergej Brin mit Google Glasses

Denn der erfolgversprechendste Schritt fĂŒr Google ist der Wandel von der Search- zur Suggestion-Engine. Wie wĂ€re es, wenn meine Suchmaschine weiß, dass ich jeden morgen einen Kaffee bei Starbucks mit Google Wallet kaufe und mir dann aber eine Gutschein-Aktion fĂŒr einen anderen neuen Coffeeshop vorschlĂ€gt, wenn sie merkt, dass ich mich gerade dem Starbucks nĂ€here. WĂ€re es nicht toll, wenn mein Handy mir beim Verlassen des Flughafens bereits anbietet, ein Zimmer in meinem prĂ€ferierten Hotel zu reservieren, ein gĂŒnstiges Mietwagen-Angebot unterbreitet oder mich erinnert, dass heute der letzte Tag ist, um meine Zalando-Bestellung zu retournieren oder meinen Stromvertrag zu wechseln.

Schier unendliche (Werbe-)Möglichkeiten… und fĂŒr Google die Möglichkeit, das eigene Wachstum kurzfristig wieder vom eigentlichen Suchmarkt loszulösen.

4. Man kann das Pferd zur TrĂ€nke fĂŒhren… Man kann es aber auch zum Saufen zwingen!

Wenn sich der Gewinn aus dem stagnierenden Wachstum der Suchanfragen, den nur langsam wachsenden Werbebudgets der Advertiser und der Klickrate auf meine Anzeigen ergibt: Welchen dieser drei Faktoren kann eine Suchmaschine wohl am einfachsten beeinflussen? Dass Google einiges tut, um mehr Suchanfragen auszulösen, haben wir versucht zu zeigen. Dass man Marketingbudgets aus der Wertschöpfungskette schneiden kann, indem man Agenturen und Vermittler ĂŒberflĂŒssig macht, ebenfalls.

Aber wie wĂ€re es, wenn Google mit ein paar wenigen Änderungen an Product & Policy nicht nur die Klickraten der eigenen Werbung erhöhen, riesige Werbetöpfe in die eigenen Kassen umverteilen, der Konkurrenz die GeschĂ€ftsgrundlage entziehen und anschließend eigene Produkte anstelle der Konkurrenten platzieren könnte? Und wenn man dabei große Werbetreibende fĂŒr ihren eigenen Traffic bezahlen lĂ€sst und all dies den eigenen GeschĂ€ftspartnern und Konsumenten noch als qualitativen Fortschritt und wirtschaftliche Symbiose verkauft? Ob das wohl ginge…?

Die Frage stellt sich natĂŒrlich gar nicht. 😉 Denn Google hat selbstverstĂ€ndlich sehr anstĂ€ndige Company Values, welche ich hier zur Beruhigung auszugsweise vorstellen und anschließend anhand der letzten Maßnahmen Googles auf Einhaltung prĂŒfen darf:

1. Focus on the user and all else will follow
2. It’s best to do one thing really, really well

4. Democracy on the web works
5. You can make money without doing evil

10. Great just isn’t good enough

“1. Focus on the user all else will follow”

Zehntausende von Google-Mitarbeitern arbeiten tagtÀglich daran, Google zu einem immer besseren Sucherlebnis zu machen und vollbringen dabei in aller Regel einen verdammt guten Job!

Kaum ein Unternehmen verwendet so viel Zeit und Ressourcen darauf wie Google, herauszufinden was Menschen im Internet suchen und erwarten, was sie mögen, welche Webseite ihr Anliegen am besten erfĂŒllt und was unbefriedigend fĂŒr den Konsumenten ist. So plĂ€diert Google immer wieder dafĂŒr, im Sinne des Users zu denken und zu agieren, und machte den User-Fokus zum Teil der Google-Philosophie.

Zudem teilt Google seine Auffassungen ĂŒber optimale User Experience mit Webmastern und steht mit Tools um Webseiten schneller zu machen ebenso zur Seite wie mit einem Tool, welches sehr einfach demonstriert, welche Teile einer Seite bei gĂ€ngigen Bildschirmauflösungen im sichtbaren Bereich des Users (above the fold) liegen.

Hintergrund dieses Tools ist, dass Google sich ausreichend sicher ist, dass ein besonders hoher Anteil an Werbeanzeigen im sichtbaren Bereich in einer schlechten User Erfahrung resultiert. Oder wie Googles Außenminister Matt Cutts es aufklĂ€rerisch formuliert:

As we’ve mentioned previously, we’ve heard complaints from users that if they click on a result and it’s difficult to find the actual content, they aren’t happy with the experience. Rather than scrolling down the page past a slew of ads, users want to see content right away.

– Matt Cutts
Head of Webspam Team, Google Inc.

Besser könnte man es sicher nicht formulieren. Nun ist das jedoch nicht nur ein gut gemeinter Ratschlag seitens Google, sondern dieses Statement ist die Reaktion auf die Aufschreie von Webmastern, die durch das von Google Anfang 2012 ausgerollte “Page Layout Update” betroffen waren. Der “Page Layout Algorithmus” benachteiligte Webseiten mit besonders viel Werbung above the fold im Ranking. Google reguliert hier die Suchergebnisse also ein wenig in Richtung mehr Inhalt und weniger Werbung. Fair enough…

Sicherheitshalber wollte ich mit dem Google Browsersize Tool mal ĂŒberprĂŒfen, wo Google selbst den Inhalt platziert und wieviel WerbeflĂ€che sich im sichtbaren Bereich befindet. Dabei hat es sich dann aber leider als problematisch erwiesen, dass das Tool zwar geeignet ist, um den Rest des Internets auf Einhaltung dieser “Layout Guidelines” zu ĂŒberprĂŒfen. Aber aus einem mir unerklĂ€rlichen Grund ließ sich nicht nachvollziehen, wie viel “Inhalt” Suchende auf einem Google Suchergebnis sehen. Daher habe ich exemplarisch mal selbst ein paar Screenshots von Suchergebnisseiten angefertigt und die verbreiteste Bildschirmauflösung markiert bzw. nur den entsprechenden sichtbaren Ausschnitt benutzt. Der Übersichtlichkeit halber habe ich alles, was weder Werbung noch ein Google-Produkt ist, rot umrandet.

Aus Verbrauchersicht kann konstatiert werden, dass jeweils der grĂ¶ĂŸte Teil der sichtbaren FlĂ€che mit Werbung bedeckt ist. Aus Wettbewerbssicht verschĂ€rft sich das Bild insofern, dass auch die scheinbar organischen Ergebnisse nicht nur von Anzeigen, sondern auch immer mehr von Google-eigenen Produkten verdrĂ€ngt werden. Marketingexperten sind voll des Lobes….

Angesichts der Tatsachen fĂ€llt es schwer daran zu glauben, dass “Focus on the user first” das Prinzip gewesen sein soll, das zu diesem Page Layout gefĂŒhrt hat. Sollten fĂŒr Google nicht die gleichen MaßstĂ€be gelten, die das Unternehmen den Webmastern auferlegt, die Besucher von Google empfangen möchten? Wer sich fragt, warum Google sich anmaßt, Webseitenbetreiber ĂŒber User Experience zu belehren und fĂŒr zu viele Anzeigen zu bestrafen, aber selbst so offensichtlich gegen dieses Prinzip verstĂ¶ĂŸt, bekommt die Antwort von Nick Fox, Google VP Product Management: “Ads are just answers“. Na dann…

Panda, oder wie man einen Marktstart vorbereitet

Wer das noch nicht doppelmoralisch genug findet, sollte sich zudem mit dem(n) “Panda-Update(s)” von Google beschĂ€ftigen. Bei dem nach seinem Erschaffer Navneet Panda benannten Algorithmus handelt es sich um einen sogenannten “Filter”, dessen Aufgabe es ist zu verhindern, dass “poor quality” Webseiten sich ihren Weg in die Suchergebnisse von Google ebnen. Der Algorithmus setzt dabei laut Google hauptsĂ€chlich auf das Verhalten und die EinschĂ€tzung von Benutzern bezĂŒglich verschiedener Webseiten und versucht, diese Muster zu nutzen, um eine distinguierte Aussage ĂŒber die QualitĂ€t von verschiedensten Webseiten zu treffen und diese entsprechend in das Ranking innerhalb der Suchmaschine einfließen zu lassen.

Bereits in seinem ersten Anlauf in 2011 schaffte es das Google Panda Update, die Google Ergebnisse in Frankreich, Deutschland und UK von mehr als der HĂ€lfte der Preisvergleichsseiten und Gutschein-Anbieter zu befreien. Diese Seiten erfĂŒllten dem Anschein nach durch ihre Vermittlerrolle in besonderem Maße die Kriterien, die der Panda Algorithmus an “poor quality websites” stellt, und fielen demzufolge der Unsichtbarkeit in der Google-Suche anheim. RegelmĂ€ĂŸige Panda-Updates sorgten ĂŒber die nĂ€chsten Monate fĂŒr weitere Bereinigungen.

Matt Cutts
Matt Cutts | Google Inc.

Nun hĂ€tte es natĂŒrlich einen riesigen Aufschrei gegeben, wenn Google ein Preisvergleich wĂ€re oder Gutscheine vertickt und einfach die Konkurrenz aussortiert. Aber wenn der Algorithmus eben manifestiert, dass die Nutzer diese Angebote partout nicht wollen, was soll man dann schon machen. Google wird es schon wissen…

… und kauft wenige Monate spĂ€ter mit DailyDeal ein Couponing-Business,  den noch jungen Preisvergleich SparkBuy, investiert in WhaleShark Media, Besitzer der weltgrĂ¶ĂŸten Couponing-Site RetailMeNot.com, avisiert etwas mehr als 1 Jahr spĂ€ter die MarkteinfĂŒhrung einer werbefinanzierten Shopping-Suche, bekrĂ€ftigt Werbetreibende, ihren Anzeigen spezielle Offers und Coupons und sogenannte Product Extensions hinzuzufĂŒgen und klebt das Ganze letztlich ganz oben in die Suchergebnisse? WTF?

NatĂŒrlich ist es OK eine Preissuchmaschine zu bauen, wenn Google ĂŒberzeugt davon ist, dass man Search besser kann als jeder andere. Und natĂŒrlich ist es OK Preissuchmaschinen zu verbannen, wenn man des festen Glaubens ist, dass sie ĂŒberflĂŒssig und unbeliebt sind. Aber erst zu behaupten, dass die Seiten keinen Mehrwert generieren und dann das eigene Produkt, das in diesem Fall nicht einmal besonders gut ist, zu kommerzialisieren und auszurollen muss auf den gesunden Menschenverstand schon etwas schizophren wirken…

“3. It’s best to do one thing really, really well”

Oder wie man genauer ausfĂŒhrt: “We do search. With one of the world’s largest research groups focused exclusively on solving search problems, we know what we do well, and how we could do it better.”

NatĂŒrlich macht derzeit niemand so gut “Suche” wie Google, und der Fokus des Unternehmens wird noch fĂŒr einige Zeit Search bleiben, weil es das Einzige ist, mit dem Google Geld verdient (bis jetzt). Aber lĂ€ngst streckt Google seine FĂŒhler in Branchen aus, die rein gar nichts mehr mit Suche zu tun haben. Payment Services wie Google Wallet und Checkout, Shop Zertifikate wie Trusted Stores, Glasfaser- oder Mobilfunknetze oder Vergleichsportale fĂŒr Finanzdienstleistungen liegen im TĂ€tigkeitsbereich immer weiter von der eigentlichen “Suche” entfernt.

“4. Democracy on the web works”

… but dictatorship earns the money. Möchte man hinzufĂŒgen. Denn angeblich verpflichtet sich Google dem Prinzip, dass das Verhalten der User, das Setzen von Links, Klickraten, sowie die Abgabe von Likes und +1 das Begehren der Nutzer in ausreichender Form Ă€ußert und die Beachtung dieser Signale zum optimalen Ergebnis fĂŒhrt.

Doch warum maße ich mir dann an, ein neues Google-Produkt ĂŒber beliebten Alternativen zu platzieren, anstatt mich der Sehnsucht der Nutzer nach ihren prĂ€ferierten Webseiten zu beugen? Sind Google Produkte nicht gut genug um den Markt ĂŒber User Experience zu erobern? Jedes andere Unternehmen mĂŒsste zunĂ€chst ein ĂŒberzeugendes Produkt abliefern, sich demĂŒtig den Google Guidelines unterwerfen, Presse- und Marketingarbeit leisten und auf Verlinkungen durch zufriedene User hoffen und einige Zeit warten um an die selben Positionen zu gelangen, an die Google seine eigenen Produkte willkĂŒrlich platziert und damit organischen Wettbewerb verdrĂ€ngt.

Nutzer-Interesse laut Google Trends: Kayak vs. Google Flights
Nutzer-Interesse laut Google Trends
Nutzer-Interesse laut Google Trends

Die zwei Beispiele zeigen, dass die basisdemokratische Sehnsucht der Internetgemeinde nach Googles neuen Produkten sich noch sehr in Grenzen hĂ€lt. Im Gegenteil: Google muss sich fragen, warum eine visuelle Shopping-Suchmaschine wie Ladenzeile fast aus dem Stand ein seit seiner Geburt von Google kĂŒnstlich am Leben gehaltenes Produkt wie Google Shopping, welches jeglichen Marktprinzipien trotzt und es qualitativ nicht einmal annĂ€hernd mit den oberen 50% der Comparison Search Engines in Europa aufnehmen kann, derart outperformen kann.

Googles Antwort auf die Frage sieht folgendermaßen aus: Bei einer von Google noch nicht genauer kommentierten Algorithmusanpassung vor zwei Wochen hat Ladenzeile.de 90% seiner Sichtbarkeit verloren. Der ebenfalls sehr beliebte Preisvergleich Billiger.de – eine sehr alte Preisvergleichsmarke aus Deutschland, die ihr Produkt, die User Experience und seine Google-Performance in den letzten Monaten sukzessive verbessern konnte, hat im gleichen Zeitraum einen herben Schlag erlitten und selbst der eCommerce Marktplatz ebay.de musste pĂŒnktlich zum WeihnachtsgeschĂ€ft erhebliche Einbußen hinnehmen. Ehemalige Schwergewichte wie Ciao.de (Bing), Kelkoo.de (Yahoo) und guenstiger.de sind lĂ€ngst zur Bedeutungslosigkeit verkommen.

Ich bin als Minderheits-Gesellschafter von Ladenzeile nur beschrĂ€nkt objektiv, aber ich frage mich als Konsument und Marktbeobachter, worin das demokratische Prinzip sich noch manifestiert, wenn beliebte Produktsuchmaschinen abgestraft und Google Produkte mit fast deckungsgleichen ProduktansĂ€tzen von Google selbst in die Aufmerksamkeit des Users emporgehoben werden. Ladenzeile.de empfĂ€ngt jeden Monat eine halbe Million Besucher, welche die Webseite NICHT ĂŒber Google erreichen. In den letzten 3 Jahren haben ĂŒber EINHUNDERT Millionen Besucher Ladenzeile benutzt. Die Aufenthaltszeit einer einzelnen Session auf Ladenzeile ist im Schnitt deutlich höher als die von Nielsen ausgewiesene Gesamtnutzungszeit pro Person von Google Shopping.

Die Grafik rechts wiederum zeigt, dass User das Produkt von Google nicht etwa ĂŒber google.de/shopping direkt aufsuchen, sondern zu mehr als 98% von Google selbst ĂŒber die Integrationen von Google Shopping in den ĂŒblichen Suchergebnisseiten zum Google Preisvergleich geleitet werden.

“10. Great just isn’t good enough”

Auch die Frage der QualitĂ€t stellt sich hier nicht mehr wirklich. Ladenzeile.de ist ein Copycat der US-Suchmaschine Like.com. Im August 2010, mehr als ein Jahr nach GrĂŒndung von Ladenzeile kaufte Google die visuelle Suchmaschine like.com fĂŒr ca. 100 Mio Dollar auf, stampfte die innovative Suchmaschine komplett ein und ließ die Ingenieure von Like.com stattdessen an der Google Shopping Suche arbeiten. Was Google jetzt mit der “neuen Shopping Experience” auf die Beine gestellt hat, ist nicht so unterschiedlich von dem, was Like.com zuvor getan hat und Ladenzeile seit Jahren erfolgreich betreibt.

Neu ist bei der Google Shopping Experience auf jeden Fall, dass Ergebnisse im Gegensatz zu arrivierten Preisvergleichen wie Idealo oder Billiger.de nicht nach Relevanz oder dem gĂŒnstigsten Preis gelistet werden, wie die Bing-Kampagne Scroogled.com ganz gut darstellt. Zudem ist Google Trusted Stores das einzig unterstĂŒtzte Trust-Zertifikat. Ähnliches ist fĂŒr Zahlungssysteme zu befĂŒrchten. Zudem hat der grĂ¶ĂŸte Online-Retailer der Welt, Amazon.com, angekĂŒndigt nicht an einem zahlungspflichtigen Shopping-Angebot von Google teilzunehmen, was automatisch zu einem Abfall der QualitĂ€t fĂŒhrt.

Dass Amazon die Integration in Google Shopping fĂŒrchtet, mag daran liegen, dass Google ein gerissenes Spiel beginnen könnte, welches Amazon.com seit Jahren erfolgreich spielt. Amazon lĂ€sst Drittanbieter gegen Umsatzbeteiligung die Amazon Webseite und Infrastruktur als Marktplatz mitnutzen und erweitert somit virtuell sein Inventar. Macht ein Marketplace-Shop nun deutlich mehr Umsatz in einem Produktsegment als Amazon selbst, ist das fĂŒr den US-Konzern ein sicheres Indiz dafĂŒr, dass das eigene Sortiment in diesem Bereich gestĂ€rkt werden muss. Wozu in die Glaskugel schauen, wenn man nur von den Top-Partnern abkupfern muss. Sobald Google Shopping den Online Retail Markt adĂ€quat abbildet könnte Google sehr schnell entscheiden auch noch die HĂ€ndlermarge einzustreichen und selbst zum Retailer zu werden. “Big Data” ist mit Sicherheit der nĂ€chste große Hebel fĂŒr die meisten GeschĂ€ftsmodelle. Und wer Google heute an seinen Daten schnĂŒffeln lĂ€sst, zĂŒchtet sich schon seinen Konkurrenten von Morgen heran.

Google vs. Innovation

Google verkauft sich gern als Innovationstreiber, unterstĂŒtzt OpenSource-Produkte und will laut Unternehmensphilosophie die Welt verbessern. Doch genau weil Google als Kooperationspartner faktisch unerlĂ€sslich ist und man dem Suchmaschinenkonzern eine Reihe von Daten ĂŒberlassen muss, ist die Strategie von Google nicht nur wettbewerbsfeindlich, sondern auch innovationshemmend. Wann immer ein Unternehmen wie Kayak, Like.com, KaufDA oder AirBnB ein wirklich innovatives Produkt entwickelt, welches User gern in Anspruch nehmen und dieses ein ausreichend begehrliches Umsatzvolumen erreicht, mĂŒssen GrĂŒnder, Investoren und Werbepartner damit rechnen, dass Google nicht nur in den Markt einsteigen wird, in aller Regel bereits die entscheidenden Basisdaten hat, sondern auch mit den entsprechenden Leistungserbringern bereits ĂŒber den AdWords-Marktplatz in Kontakt steht und fĂŒr einen erfolgreichen “Marktstart” nur noch die eigenen Besucherströme umleiten muss.

Google vs. Arbitrage

Apropos AdWords: Wenn die bei Google in Ungnade gefallenen Preisvergleiche und Affiliates aus dem organischen Index nahezu verbannt worden sind, könnten Sie ja wenigstens in AdWords Anzeigen schalten, um einen Teil des Traffic-Verlustes zu kompensieren und die Erwartungen ihrer Absatzpartner zu erfĂŒllen. Abgesehen davon, dass allein die Erzwingung dieser Denkweise schon ein Marktmacht-Thema fĂŒr sich wĂ€re, zieht Google aber auch in den Adwords-Guidelines die Schrauben nun deutlich an:

In einem aktuellen Adwords Policy Update befindet sich folgende Reglementierung:

Ads that lead to a search results page must “clearly indicate” that the landing page will provide a search experience.

In die RealitĂ€t ĂŒbersetzt heißt das, dass insbesondere Preissuchmaschinen, aber auch Flugsuchmaschinen und Ă€hnliche vertikale Suchen nicht mehr transaktionale Keywords wie ‘kaufen’, ‘buchen’, ‘bestellen’, ‘abschließen’ oder ‘reservieren’ benutzen dĂŒrfen, sondern stattdessen auf den Suchcharakter der entsprechenden Landing Page hinweisen mĂŒssen. Wer sich ein wenig mit Conversionrate Optimierung oder Suchmaschinenmarketing auskennt, versteht sofort, dass die diskriminierende Aufoktroyierung dieser Richtlinie einen direkten negativen Einfluss auf den Erfolg des Suchmaschinenmarketings der entsprechenden Marktteilnehmer hat.

Nicht nur, dass sich diese Richtlinie fast alleinig und ausschließlich auf Anbieter von Suchergebnissen und damit Google-Konkurrenten bezieht, sondern auch hier zeigt sich erneut dass Google mit zweierlei Maßstab misst. Denn die eigenen Shopping-Integrationen sind nur mit dem kleinen ausgegrauten Hinweis “Sponsored” in der rechten oberen Ecke gekennzeichnet.

Gerade den Punkt Demokratie und Abbildung der echten Begehren von Nutzern in den Suchergebnissen muss man also spĂ€testens heute nun mehr als kritisch hinterfragen. Der nĂ€chste Punkt der Google Philosophie wird uns aber nun wirklich zeigen, wie man Geld verdient ohne “evil” zu sein…

5. You can make money without doing evil

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Philipp Schindler, Googles Nord- und Zentraleuropachef | Bild: turi2.de

“Don’t be evil” ist einer der Ă€ltesten GrundsĂ€tze von Google und er findet sich in obiger Form in der öffentlichen Philosophie des Vorzeigeunternehmens wieder. Und selbstverstĂ€ndlich kann man Geld verdienen ohne Böses zu tun. Die Frage ist eher, ob man genug Geld verdient, wenn man immer artig ist. Den Königsweg trotz fixer Suchvolumina und AdBudgets trotzdem mehr Geld zu verdienen, ohne als wirklich evil wahrgenommen zu werden, hat Google aber lĂ€ngst gefunden. Das Geheimrezept des Werbegiganten nennt sich “Ad Extension” und ist eine ebenso geniale wie perfide Möglichkeit, sĂ€mtliche Marktteilnehmer um ihr Geld zu erleichtern und ihnen dabei noch das GefĂŒhl zu geben, dass sie etwas gewonnen hĂ€tten.

Was ist eine Ad Extension?

Ad Extensions

Ad Extension sind sogenannte Anzeigenerweiterungen, die den Adwords-Anzeigenkunden von Google bei ErfĂŒllung gewisser Zulassungskriterien auf Anfrage zur VerfĂŒgung gestellt werden. PopulĂ€re Ad Extensions sieht man rechts im Screenshot. Es gibt Erweiterungen, um Telefonnummern oder Newsletter-Formulare einzublenden, Product Extensions, um konkrete Produkte mit Preisen in die Anzeigen zu integrieren, Rating-Extensions, welche die VertrauenswĂŒrdigkeit des Angebots symbolisieren sollen, sowie verschiedene lokale und Maps-Extensions, eine Google Plus Extension und die sogenannte Sitelinks.

Ad Extensions sind gleich aus dreierlei Hinsicht evil. ZunĂ€chst ist die Vergabe einer Erweiterung in den meisten FĂ€llen von der Benutzung mindestens eines weiteren Google Produktes abhĂ€ngig. Google Plus Extensions beispielsweise setzten die Teilnahme an Googles Social Network Google Plus, sowie eine gewisse Anzahl von Abonnenten und regelmĂ€ĂŸige AktivitĂ€t auf dem hirntoten Google Netzwerk voraus. Eine Facebook-Extension gibt es selbstverstĂ€ndlich nicht. FĂŒr lokale und Maps Extensions muss Google Places oder Maps benutzt werden. Bing-Maps Extension oder Alternativen? Fehlanzeige. Offer Extensions um Deals und Coupons zu promoten setzen die Teilnahme an Google Offers voraus. Ähnliches steht fĂŒr Google Trusted Stores und Google Checkout zu befĂŒrchten. Insbesondere innerhalb der Produktsuche.

FĂŒr den Werbetreibenden bedeuten die Ad Extensions vor allem eines: Mindestens eine zusĂ€tzliche Zeile fĂŒr ihre Anzeige und damit mehr Aufmerksamkeit und die marginale VerdrĂ€ngung aller Konkurrenten. Google Adwords Anzeigen, die frĂŒher mal aus 4 Zeilen bestanden, können heute bis zu 8 Zeilen einnehmen. Wer kompetitives Suchmaschinenmarketing in umkĂ€mpften MĂ€rkten betreiben will ist somit auf die Inanspruchnahme sĂ€mtlicher Erweiterungen zur Maximierung der eigenen Sichtbarkeit und Klickrate angewiesen. Die Teilnahme an den zugrunde liegenden Google Produkten ist also fĂŒr Werbetreibende quasi-obligatorisch. Alternativen zu den Google Produkten werden nicht angeboten. Wer bei AdWords wirklich mitspielen will, muss komplett in die Google-Welt eintauchen. Zudem sind natĂŒrlich sĂ€mtliche Akteure angehalten (und werden von Google motiviert) so viele Erweiterungen wie möglich zu nutzen, wodurch der gewonnene Vorteil gegenĂŒber der Konkurrenz schnell dahin schmilzt.

Mindestens einen Verlierer gibt es natĂŒrlich dennoch in diesem Rennen um mehr Aufmerksamkeit: Die organischen Listings. Von immer mehr AnzeigenflĂ€che mit schönen Extensions nach unten verdrĂ€ngt verkommen die natĂŒrlichen Suchergebnisse, die Google einst zur besten Suchmaschine der Welt gemacht haben, zum Backfill fĂŒr ein Portal voller Anzeigen Ă€h… Antworten. Schon heute enden zwei Drittel der Klicks von Suchenden in den Anzeigen. 45 Prozent der Nutzer sind nicht einmal in der Lage zu unterscheiden, ob sie Anzeigen oder natĂŒrliche Ergebnisse sehen (Quelle). Zu allem Überfluss werden Navigationselemente so verlagert, dass der ohnehin knappe vertikale Platz gĂ€ngiger Desktop- und Handybildschirme noch weniger Raum fĂŒr organische Ergebnisse bietet und Anzeigen weiter in den Mittelpunkt rĂŒckt.

Indem Google StĂŒck fĂŒr StĂŒck den Anzeigen mehr Extensions und Sichtbarkeit gibt, erhöhen sich ceteris paribus die Werbeeinnahmen des Suchmaschinengiganten, und der Rest des Webs geht leer aus. Denn durch die Benachteiligung der organischen Ergebnisse sorgt Google dafĂŒr, dass weniger Traffic im Rest des Internet versickert. Wenn wiederum keine Besucher und damit Werbeausgaben mehr bei Verlagen, Vermittlern, Portalen und kleinen Webmastern ankommen, wird zugleich das Budget frei, dass die Advertiser brauchen, um ihre zusĂ€tzlichen Anzeigen-Klicks bei Google zu bezahlen. Eine Win-Win-Situation…. fĂŒr Google.

Enhanced Sitelinks

Die ausgetĂŒfteltste alle Ad Extensions sind aber mit Sicherheit die “Enhanced Sitelinks“. Das sind praktisch Mega-Anzeigen, die aus fĂŒnf Einzelanzeigen bestehen und nur dann erscheinen, wenn die Ursprungsanzeige schon eine wirklich sehr gute Klickrate hat. Ähnliches gilt fĂŒr die organischen Sitelinks. Wenn diese erscheinen werden die organischen Ergebnisse neuerdings ĂŒbrigens auf nur noch 7 statt 10 Ergebnisse verkleinert. Und da wird es spannend: Wann sieht man eigentlich typischerweise diese organischen Super-Sitelinks und darĂŒber noch eine sehr gut geklickte Anzeige?

Beispiel: Enhanced Sitelinks in Adwords

In deutlich mehr als 90% der FĂ€lle dĂŒrften die neuen Enhanced Sitelinks fĂŒr Google Anzeigen nĂ€mlich nur dann erscheinen, wenn jemand nach einer bestimmten Marke, einem lokalen Business oder einer Internetadresse sucht. Dabei spricht man auch von “brand search” oder “navigational traffic”, weil die Suche nur dem endgĂŒltigen Auffinden einer bereits vage bekannten Adresse dient. Schaltet man hier auf seinen eigenen Firmennamen Anzeigen, erreicht man selbstverstĂ€ndlich eine Klickrate, die groß genug ist, um Enhanced Sitelinks zu erhalten. Und ausgerechnet fĂŒr diese Suchanfragen reduziert Google die organischen Ergebnisse um 30% und bietet eine Riesen-Anzeige an. (Screenshot rechts)

Etwas weitergedacht bedeutet das, dass Google dort, wo es in aller Regel mangels Konkurrenz oder aufgrund rechtlicher Bestimmungen keine weiteren Anzeigen gibt, dem einzigen Kunden, nĂ€mlich dem Markeninhaber selbst die “Chance” gewĂ€hrt, die HĂ€lfte der sichtbaren Suchergebnisse zu seiner eigenen Marke oder Adresse in eine Anzeige zu wandeln um anschließend den Traffic, der ihn so oder so ĂŒber den organischen Bereich erreicht hĂ€tte, gegen Werbedollars von Google abzukaufen.

Was muss man denn rauchen um das Kaufen seines eigenen Brandtraffic gut zu finden??? Dass bei den umsatzincentivierten Adwords-Agenturen und bei Google schon die Korken knallen ist verstĂ€ndlich. Schließlich hat man just marketingtechnisches Brachland in eine fruchtbare Einkommensquelle verwandelt.

Fazit

Man kann sich vortrefflich darĂŒber streiten warum sich ausgerechnet VerlagshĂ€user nach gesetzlicher Regulierung sehnen; und warum sich insbesondere andere Suchmaschinen, Preisvergleiche und Flugportale verbinden um dem Einhalt zu gebieten und Konsumenten aufzuklĂ€ren.

Werbetreibende und Konsumenten mĂŒssen sich aber auch fragen, ob es nicht etwas blauĂ€ugig und kurzsichtig ist, treuglĂ€ubig davon auszugehen dass ein profitgetriebenes Unternehmen seine Marktposition nicht missbraucht und sich stattdessen als weißer Ritter fĂŒr Netzfreiheit verkauft. Zudem könnte es sich als naiv herausstellen zu glauben, dass den Verbraucher das Problem nicht im Ansatz tangiere, wenn er auf der Suche nach relevanten neutralen Informationen im Netz auf ein Unternehmen vertraut, dass ein Datenmonopol anstrebt und sukzessiv – vorsĂ€tzlich oder nicht – innovative oder konkurrierende Produkte kopiert, integriert oder ausradiert.

Vor allem muss man sich aber fragen, ob ein Unternehmen derart agieren könnte, wenn es sich nicht schon lÀngst in einer Markt- und Informationsbeherrschenden Stellung befÀnde; und wenn Verbraucher in der Lage wÀren, die Tragweite und Intransparenz des Problems aufzudecken und es im Mindset des Konsumenten eine Alternative zu Google gÀbe.

Warum kauft ein rational denkendes Unternehmen wie Google Couponing-Anbieter wie DailyDeal oder Incentive Targeting und investiert in WhaleShark Media, wenn die eigenen brillanten Ingenieure gerade herausgefunden haben sollen, dass solche Seiten angeblich dem User nichts nĂŒtzen. Warum beschĂ€ftigt man sich intensiver denn je mit dem Thema Preis- und Produktvergleich, wenn der allmĂ€chtige Panda-Algorithmus gerade manifestiert hat, dass selbst bessere Preisvergleiche von Usern angeblich als qualitativ minderwertig angesehen werden. Warum geht Google auf Shopping-Tour im Couponing-Business und auf Expansionskurs im Preisvergleich, wenn Bing und Experian ihre Preisvergleiche Ciao und Pricegrabber verzweifelt versuchen zu verkaufen und selbst fĂŒr einen Bruchteil der einstigen Investitionen kaum noch einen KĂ€ufer finden?

Die Antwort könnte sein, dass es hier lĂ€ngst keinen funktionierenden Markt mehr gibt, weil Google Innovation hemmt, Konkurrenten diskriminiert und abschreckt. Gleichzeitig nutzt der Konzern seine schrankenlose Marktmacht um jeden, der die Google-Suchmaschine nutzt, sei es Verbraucher oder Advertiser, in die eigenen Produkte hineinzuzwĂ€ngen um somit den Google-Projekten den Markteintritt zu ebnen oder sogar gleich die MarktfĂŒhrerschaft angedeihen lĂ€sst.

Frohe Google-Weihnachten!

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Von der Netz-Demokratie zum Google-Monopoly, 9.8 out of 10 based on 348 ratings
Philipp Klöckner đŸ‡©đŸ‡ȘPhilipp Klöckner war sechs Jahre lang als Search Strategist und VP Travel Verticals bei Idealo.de tĂ€tig. Seit 2011 ist Philipp Klöckner vor allem als Angel Investor und Advisor tĂ€tig und teilt seine Erfahrung in den Bereichen Online Marketing, Produkt Entwicklung und Business Intelligence mit Startups, Growth Companies und Kapitalgebern. 🇬🇧 About the author: Philipp has been an in-house SEO and VP Travel Verticals at the market-leading price comparison in Europe (Idealo.de) for 6 years. Since 2011 Philipp Klöckner is an active Angel Investor and Advisor, helping Startups, Growth Companies and Private Equity funds by sharing his deep insights into Digital Marketing, Product Development and Business Intelligence. 🔗 Connect via: LinkedIn (Follow) | Twitter | Facebook (Subscribe)

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Wow, this is the first time I can see Google testing to actually display the rel=publisher information in SERPs. The displayed  site, Wimdu.de, has...
Philipp Klöckner
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235 Replies to “Von der Netz-Demokratie zum Google-Monopoly”

  1. atemberaubend kompetent. ErgĂ€nzung zur Arbitrage: Hier sollte aus sicht eines HĂ€ndlers, der seite Produkte auch in Preisvergleichen listet ĂŒberdacht werden, ob man gleichzeitig Arbitrageur und Profiteur (also Teilnehmer) vom Google Suchnetzwerk sein darf.

  2. Danke Philipp, fĂŒr diesen mehr als gelungen Beitrag! Hut ab und du sprichst sicherlich aus der Seele viele Marketer!!

  3. Danke Philipp, fĂŒr diesen mehr als gelungen Beitrag! Hut ab und du sprichst sicherlich aus der Seele viele Marketer!!

  4. Der mit Abstand beste Blogpost zur Google Monopolstellung.
    Ich frage mich schon lange, warum nicht alle Google geschĂ€digten sich aktiv gegen Google verbĂŒnden. Dieser Blogpost ist von seinem Inhalt her genial und wahr, aber bewirken wird er erst etwas, wenn man auch nach diesen Erkenntnissen handelt. Das macht doch bisher kaum einer.

    Wieso weist keiner der geschĂ€digten Anbieter seine Stammleser auf diesen Missbrauch hin und verweißt aktiv auf Suchaltenativen?

  5. Hi,

    ich habe oft schon gleiche DenkansÀtze entwickelt, aber ein so detailliertes Gesamtbild hatte ich noch nicht vor Augen.

    Vielen Dank hierfĂŒr,

    Sebastian Fleige

  6. Pingback: Internetszene.de
  7. Ein sehr gut recherchierter, aufbereiteter und verstĂ€ndlicher Artikel ĂŒber dieses sich immer mehr zuspitzende Thema!

    Die Frage ist:

    Was können wir, als Teil der vertikalen Übernahmewelle dagegen tun?

  8. Der beste Artikel des Jahres zu Google. Danke dafĂŒr! Ich bin dieses Jahr 6 Monate ausgefallen und der Artikel hat mir geholfen, die Ereignisse bei Google in dieser Zeit besser zu verstehen und mich dazu gebracht, manche Strategien zu ĂŒberdenken.

  9. Alter Schwede! Das nenn ich mal gelungen.
    Das mit Abstand Beste, was ich seit Jahren zu Google gelesen habe. Vielen Dank.

  10. Einer der besten Artikel zum Thema” Google und seine Monopolstellung” den ich JEMALS gelesen habe. Aufschlussreich, verstĂ€ndlich wiedergegeben, und grandios recherchiert.

    Einfach nur High Class Journalismus.

    Vielen Dank

  11. Ein sehr interessanter Artikel, welcher viele der letzten Änderungen von Google schön zusammenfasst. Eines ist sicher, es wird spannend bleiben 😉

  12. Wow was ein Artikel, wirklich auf den Punkt gebracht! Bitte schicke diesen doch an den Spiegel und an das Bundeskartellamt, ach nee direkt an das EU Kartellamt! Sicher wirst du eingeladen um den Menschen dort das noch mal in aller Ruhe zu erklĂ€ren 😉

  13. Da merkt man wie blind man manchmal ist obwohl man den ganzen Tag mit Google zu tun hat. Ich glaub das war das beste was ich dieses Jahr gelesen hab, Danke!

  14. Besten Dank fĂŒr diesen ĂŒberaus interessanten und umfassenden Artikel!

  15. Ein phantastischer Artikel zu einem Thema an dem wir alle hier nicht vorbeikommen. Aber ich frage mich wie viele andere der Kommentatoren auch „was man ĂŒberhaupt dagegen tun kann“?? Und meine Antwort lautet leider: Nicht viel!

  16. Tja…
    Schön beschrieben, aber eines lÀsst der Text offen:

    Was tun?
    Google zerschlagen?

  17. Ich werde mir Deinen Artikel zuhause “nochmal” in Ruhe durchlesen. Super geschrieben und inhaltlich herrvoragend. Hoffen wir mal, dass Google nicht noch einen Algorithmus einfĂŒhrt die Webseiten freidenkender Menschen mit Meinungen jenseits von “pro Google” in die analen der Webgeschichte untergehen zu lassen.

    Ich zögere schon fast solche Artikel zu sharen und zu plusen weil ich befĂŒrchte, dass irgendein Google Mitarbeiter meinen Google Account mitsamt aller Webprojekte in die interen serps verschieben könnte…

  18. So, an den Spiegel habe ich das ganze dann schon mal geschickt … wer ĂŒbernimmt das EU Kartellamt?

  19. @Andreas Eine Zerschlagung von Google wÀre eine realistische Möglichkeit.

    Oder eben selber aktiv fĂŒr andere Suchmaschinen Werbung auf der eigenen Seite machen und Google komplett aussperren. Nach dem Motto uns findet man nur unter Suchalternative XY.

    Die Google Custom Search Engine von der eigenen Seiten verbannen und durch andere ersetzen.

    Google Services durch Alternativen ersetzen, also kein Gmail nutzen, kein Youtube, etc.

    Weniger den Kopf in den Sand stecken und darauf hoffen, dass andere es schon richten werden.

  20. Hey Phillipp,
    Danke fĂŒr den interessanten Artikel – ich finde es ist eine ganz normale Entwicklung eines modernen Unternehmens!!!

  21. Exzellent!! Ich habe schon lange keinen so guten Text mit solch hervorragend recherchierten Hintergrund mehr gelesen.

  22. Pip, leider greift Dein Artikel ein wenig zu kurz, denn dass lange Spiel ist eigentlich noch böser als von Dir dargestellt.

    FrĂŒher war es doch so: Suchmaschinen verletzten Urheberrechte, in dem diese von Dritten veröffentlichte Inhalte runterladen und maschinell auswerten. Da aber der enorme Nutzen von Suchmaschinen unstrittig war, hat der Gesetzgeber damals ein Privileg fĂŒr Suchmaschinen geschaffen, Urheberrechte fĂŒr diesen Nutzen stiftenden Zweck doch zu verletzen. Getreu dem Motto: Die Urheber geben durch Ihr Schaffen den Such Algorithmen die Daten zum organisieren der Informationen, dafĂŒr erhalten sie Besucher aus der Suche.
    Seit der stetigen Umverteilung der Aufmerksamkeit weg von den organischen Suchergebnissen hin zu eigenen Produkten, die eine bevorzugte Integrationen erhalten, ist das obige Motto hinfÀllig. Die Urheber geben Daten, erhalten aber immer weniger Besucher.

    Damit entsteht aber die Gefahr, dass – in Kombination mit Quasi-Monopolstellung – die Regulierung das Privileg entzieht bzw. an strenge Bedingungen eingrenzt. Vermutlich ist das ja auch die Intention Deines Artikels, dass hier unbeholfen agierenden Spielern ein wenig mehr Munition zur VerfĂŒgung zu stellen.

    In einer solchen Situation könnte ein Suchmonopolist zwei Dinge tun: (a) die Bediungen erfĂŒllen und deutlich weniger verdienen als bisher, oder (b) einfach nicht mehr auf von Dritten veröffentlichte Quellen zugreifen. Und genau letztes ist doch der Riesentrend, den Google verfolgt.

    Chrome Browser, Android Handys, Doubleclick Cookie Reichweite, penetrante BelĂ€stigung von Gmail Usern, nun endlich zu Google Plus „upzugraden“, DNS Service, Hosting bei Google, Google Cloud Computing… man könnte diese Liste noch um etliche EintrĂ€ge fortsetzen. Idee dahinter ist, dass mit „eigenen“ Datenquellen sich in kĂŒrze auch eine Suchmaschine wunderbar betreiben lĂ€ĂŸt – einigen nicht nĂ€her genannten Stimmen aus Mountain View zufolge ĂŒbrigens auch schon heute.

    Sprich: Wohlmöglich ist es jetzt schon zu spĂ€t, mit der Keule zusĂ€tzlicher Regulierung und dem Drohpotential des Enzuges des öffentlichen Link Graphen ĂŒberhaupt ein umlenken zu bewegen. Mal abgesehen davon, das mit den „eigenen Datenquellen“ auch auf absehbare Zeit sichergestellt ist, dass kein anderer Innovator eine Chance hĂ€tte, in einen fairen Wettbewerb zu treten.

    Liebe Regulierer/KartellwÀchter: Beeilt Euch bitte!

  23. Viel Wahrheit und sehr lesenswert! Die Aussage von Martin mit Spiegel online, wĂŒrde ich 1:1 so unterschreiben. Man darf gespannt sein, wie Evil das ganze noch wird.

    Gruss
    André

  24. @Chris:

    Vielen Dank. Da hast Du absolut Recht.

    Leider ĂŒberfordern 12 Seiten das Aufmerksamskeitbudget, dass der Deutschnitts-Onliner dem Thema beimessen wĂŒrde schon vollkommen. Ich bin aber bei Dir, dass man auch gut hĂ€tte 50 Seiten fĂŒllen können und das Thema dadruch sicher nicht weniger dringlich geworden wĂ€re!

  25. Ich hoffe Dein Artikel schlÀgt die Wellen, die er von der QualitÀt des Inhaltes her verdient hat. Im Zusammenspiel mit Chris seiner ErgÀnzung, in den Kommentaren, eine erschreckende Wahrheit.

    1. Krass, also klar war das ja schon lange, dass das nicht alles un"evil" ist, was die machen, aber wie radikal die reinhauen, hĂ€tte ich nicht gedacht…

  26. Pingback: Anonymous
  27. Sehr störend finde ich persönlich auch, daß in der Web-Analyse die organischen Referrer-Keywords wohl irgendwann komplett unsichtbar sein werden – wĂ€hrend die gebuchten AdWords-Keywords auch in Google Analytics sichtbar bleiben.

    Das Argument der "Sicherheit" ist m.E. völlig ausgehebelt, denn offenbar gilt die Sicherheit nicht fĂŒr Google-Adword-Kunden…

    Wenn ich also wissen will, wonach meine SEO-Besucher vorher gesucht haben, muss ich wohl demnĂ€chst AdWords buchen…

  28. Ich wĂŒrde bzw. ich behaupte, dass ist der beste mit starken Argumenten untermauerte Artikel hinsichtlich Google und deren etwaigen GeschĂ€ftszweigen und Eigenenarten, den ich bis dato in den Weiten des Internets lesen durfte.
    Ich wĂŒrde sagen, es fehlt lediglich die Übersetzung ins englische!

  29. Hey Pip,

    ein sehr interessanter Artikel und du hast das Ganze super gut zusammengefasst.

    Ich glaube, das den meisten Leuten garnicht so recht bewußt sind, was Google mittlerweile alles ĂŒber uns “weiß” bzw. an Datenmengen und Informationen vorliegen hat, um dies durch weitere Tocherfirmen zu monetarisieren. Bei “GEZ” und/oder “GEMA” schreien gleich alle, aber bei Facebook oder Google sind alle erstaunlich ruhig.

    Alternativen sehe ich derzeit keins, hoffe aber das Google in der Zukunft mal von einer innovativen Firma oder sogar einen OpenSource Projekt abgelöst wird, wie seinerzeit Altavista von Google vom Thron gestossen wurde.

  30. Genau so sieht es aus. SpĂ€testens seit den krassen Updates mit teilweise erbĂ€rmlichen Suchergebnissen und Vernichtung granzer Branchen inkl. langjĂ€hriger ArbeitsplĂ€tze muss jedem klar geworden sein, dass Google auf VerlĂ€sslichkeit, Erwartungshaltungen usw. einen … gibt. Sehr guter Artikel.

  31. Ganz starker Artikel! Sehr viel Arbeit aber die hat sich defintiv gelohnt.

  32. @David: Guter Punkt. Aber referrer aus der Suche weiterhin zu ĂŒbergeben, hieße fĂŒr Google halt Facebook und dem Rest des Internet “Daten” zu schenken – das passt nicht im die Logik.

    Selbst als Adwords-Kunde erhĂ€ltst Du ĂŒbrigens nur noch die Keywords bei denen Du geklickt wurdest. Diejenigen bei denen Du angezeigt wurdest und nicht geklickt wurdest. Also die Du gerne nicht weiter buchen wĂŒrdest erhĂ€ltst Du nicht mehr im Suchanfragenbericht. 😉

  33. Wow, super Artikel. Du solltest das Google-Monopol-Problem mal im Bundestag vorstellen, weil von denen versteht das keiner!!! Es schafft wohl kein Unternehmen besser, Werbung als nĂŒtzlichen Content zu verkaufen…

  34. Sehr gute Artikel, etwas lang aber segr gut geschrieben.

    Weiter so.

    Gruss

  35. Super Artikel, vielen Dank dafĂŒr!
    Gut möglich, dass in ein paar Jahren Google nur noch aus eigenen Produkten besteht. Quasi das 2. Internet (Werbung kann man darauf trotzdem schalten, aber die organische Suche fÀllt weg).

    Aber bald ist ja Weihnachten und Google wird wieder ein paar Millionen an gemeinnĂŒtzige Institutionen spenden und alle freuen sich darĂŒber.
    Ich hoffe dass ein Teil meines AdWords-Budgets auch dabei ist.

  36. Auf so einen ausgiebigen Artikel kann man (leider) Wort-prozentual nur sehr wenig antworten, denn auf alle Punkte nĂ€her einzugehen wĂ€re Kommentar-sprengend und wĂŒrde einen eigenen Artikel mit mind. der gleichen LĂ€nge bedingen.

    ‱ Google und die Cloud

    Ich dachte eigentlich, dass Google die Clouddienste und das drumrum besser dazu nutzen wĂŒrde, schnell alle seine ach so tollen Produkte am Markt zu plazieren, die alles Mögliche ersetzen, was jahrelang gesund gewachsen ist. Vom Microsoft Office bis zur Flug- Restaurant- und sonstwas Buchung. Endlich kommt Suche und Buchung zusammen.

    ‱ Google und die Angst

    Interessant auch die Aussage im Kommentar von Rene: “Ich zögere schon fast solche Artikel zu sharen und zu plusen weil ich befĂŒrchte, dass irgendein Google Mitarbeiter meinen Google Account mitsamt aller Webprojekte in die interen serps verschieben könnte
”
    Dies zeigt die Angst vor der ALLMACHT Googles, nicht nur bei den Webseitenbetreibern.

    ‱ UND WO SIND DIE WETTBEWERBSHÜTER?

    Diese Behörden, welche auch als KartellĂ€mter bekannt sind, sollten sich mal ihrer Pflichten bewusst werden und hier gemeinsam vorgehen. Eine Machtkonzentration, die zu unerwĂŒnschten Verteilungswirkungen fĂŒhrt wie bei einem Suchmaschinenmonopol kann doch nicht totgeschwiegen werden. Die ganzen Wettbewerbsbehörden vieler LĂ€nder sind in Orgas wie der OECD integriert, da muss man halt mal aufstehen und seinen Mund aufmachen.

    NUR IST DA SCHEINBAR FÜR GOOGLE KEINE ZUSTÄNDIG. IST DIE ALLMACHT EINFACH ZU GROSS, AUCH WEIL DIE AMIS DAHINTER STEHN?

    So nun gibts ne Suppe. Mahlzeit!

  37. Auch wenn ich dir nicht anstandslos beipflichte, ist das was du hier qualitativ abgeliefert hast einfach nur ‘wow’, da bleibt ja wirklich kein Auge trocken. Traut man sich ja fast nicht mehr nur kurz zu kommentieren um ein Dankeschön fĂŒr deine MĂŒhe los zu werden. @Mißfeldt’s Gedanken teile ich ĂŒbrigens – dein Artikel könnte so auch auf SPON stehen.

  38. …und in den Kommentaren: “Ich zögere schon fast solche Artikel zu sharen und zu plusen weil ich befĂŒrchte, dass irgendein Google Mitarbeiter meinen Google Account mitsamt aller Webprojekte in die interen serps verschieben könnte
” (Rene). Das lĂ€sst tief blicken, wo gefĂŒhlt die Reise bei Google hingeht. Ich hoffe daher, dass das ĂŒber kurz oder lang Google das Genick bricht!
    Wenn nicht, werden wir in der Tat auch bei Suchmaschinen bewußten Konsum bzw. in diesem Fall Nutzung proklamieren und mĂ€chtig AufklĂ€rungsarbeit leisten mĂŒssen.
    Was mich dabei (etwas) hoffen lĂ€sst: Ähnliche Dinge konnte man Ende der 90er, Anfang 2000 auch ĂŒber AOL lesen/ diskutieren ;o) Und als wir im Wahlkampf in MĂŒnchen mit “Mehr Linux, mehr Freiheit” arbeiteten, wurden wir auch von den PR-MĂŒhlen von Microsoft ordentlich zwischen die Mahlsteine gequetscht. Inkl. der Drohung den Standort zu verlassen, wenn man hier nicht gewĂŒnscht wĂ€re. Aber hier ging es auch (nur) darum, dass MS aggressivst und mit unanstĂ€ndiger Lobbyarbeit alles an sich reissen wollte. Zum GlĂŒck haben sie den Zug an vielen Stellen (leider auch BING) entgleisen lassen. Und Google entgleist auch langsam (aber sicher?).
    Was SPON anbelangt: Die sind da nicht so gut, und gehen bewußt auch nicht so tief. Ich wĂŒrde das eher beim Handelsblatt oder WiWo platziert sehen wollen. Wer kriegt das hin?

    Ansonsten auch von mir Respekt dafĂŒr, mit solcher Arbeit den Kampf aufzunehmen, und bestimmt viele mitzureissen oder wenigstens ordentlich zum Denken anzuregen! Danke dafĂŒr.
    Gruß. Ralf

  39. Ja, wirklich ein sehr guter Artikel.

    Google ist ĂŒbrigens auch seit einiger Zeit dabei, Wikipedia und die Arbeit von hunderttausenden Autoren dort zu assimilieren. Das nennt sich “Knowledge-Graph”.
    Die organischen Suchergebnisse werden so auch bei eigentlich nichtkommerziellen Traffic-Keys marginalisiert.

    Gerade heute wurde ein gewaltiger neuer Bereich im Knowledge-Graph eröffnet:

    [quote]
    We get a lot of queries for medicine on Google. So to make it quick and easy for you to learn about medications, we’ll start showing key facts — side effects, related medications, links to in-depth resources, and more — right on the search results page.
    [/quote]

    http://insidesearch.blogspot.de/2012/11/look-up-medications-more-quickly-and.html

  40. Hey Pip,

    ganz großes Tennis. Ich hab da schon mal was vorbereitet:
    ——————————————————————————-
    If you would like to contact me, please use this form.
    You can also reach me by post or fax:

    Commissioner JoaquĂ­n Almunia
    European Commission
    1049 Bruxelles/Brussel
    BELGIQUE/BELGIË
    Fax: +32 02 29 80 999

    http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/almunia/contact/commissioner/index_en.htm

    Hut ab – klasse Artikel!

    Ralph

  41. Einer der besten Artikel die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Danke Philipp…

    Ich habe im April diesen Jahres schon meine eigene kleine Theorie “Profitgier oder SEO bestrafen?” (und auch darĂŒber geschrieben) aufgestellt, die durch deinen Artikel untermauert wurde.

    GrĂŒĂŸe Ivo

  42. Wow, das ist mal ein toller Artikel! Vielen Dank dafĂŒr. So etwas liest man viel zu selten. Jemand der Ahnung hat UND eine Meinung UND schreiben kann.
    Gruß Lisa von den Smartphonewars.

  43. Google die Maske vom Gesicht gerissen. Bravo – dieser Artikel wird mein Denken und Handeln im Internet verĂ€ndern.
    Danke

  44. Erstmals danke fĂŒr das Teilen deiner gedanken und erfahrungen, ein einzichartiger Artikel Pip!

    Wenn 1 Wort nicht genĂŒgend ist, sind Tausenden wörter eine Verschwendung sagt ein Spruch. Bei dir nicht!

    Lg aus baden bei wien
    leo

  45. Auf jeden Fall sehr schön zusammen gefasst auf die relevanten Punkte. Klar ist da noch viel mehr dahinter. Allerdings grundsĂ€tzlich mit dem Problem: Welches Unternehmen wĂŒrde es anders machen und warum sollte es? Bevor jeder publizieren konnte gab es in der Massenkommunikation auch Monopolstellungen, die Ă€hnlich ausgenutzt wurden. Man sehe sich nurmal die Druckereien an. Das große Problem bei Google ist also: Der User freut sich ĂŒber alles weil er doch die Infos so nah und direkt bekommt wie er es gerne hĂ€tte und da nunmal der Großteil der Internetnutzer kein Geld dort verdient ist die kostenlose MitnammentalitĂ€t ein großes Problem, das eben Google in die Taschen spielt. Ach was solls Du kannst das besser schreiben 😉

  46. Dieser Artikel ist der Hammer! Ich bin heute (Samstag) morgen um 8:00 Uhr aus dem Bett gefallen und wollte eigentlich fĂŒr die Familie FrĂŒhstĂŒck machen, doch dann bin ich an diesem Artikel so lange hĂ€ngen geblieben, dass das nichts mehr wurde. Viele der Punkte sprechen uns seit langem aus der Seele. Man beobachtet vieles unbewusst und das wurde hier super aufbereitet und dargestellt. Da muss ich gleich drĂŒber bloggen ..

  47. Oder auch andersrum: Warum kaufen wir die billigsten Lebensmitteln mit den seltsamsten Inhaltsstoffen und keiner wehrt sich dagegen?

  48. Klasse Artikel! Ein Punkt noch bgzl. des sichtbaren Bereichs, man sollte sich mal die gleichen Anfragen auf einem iPad oder iPhone anschauen. Gerade mit stark wachsender mobile Nutzung ein nicht unbeachtlicher Teil, der schon komplett auf Werbung geschaltet ist und die organischen Ergebnisse nur noch durch scrollen erreichbar sind.

  49. WOW, PIP.
    Vielen Vielen Vielen Dank. Du sprichst mir aus der Seele.

    Tks.

  50. Danke, eine gute Zusammenfassung.
    Aber!
    Ein wenig erinnert das Ganze aber auch an den “Scheiß Japaner“ Spruch von Max Grundig auf der
    Hannover Messe (1982?).

    Das Rumgeflenne ĂŒber Googels (u.a.) GrĂ¶ĂŸe, erinnert immer ein wenig an gewisse verstrahlte Fußballfans, die einfach nicht die UnfĂ€higkeit des eigenen Clubmanagements thematisieren wollen,
    sondern als “Lösung“ lieber Uli Hoeneß wegen seines Erfolgs von ganzem Herzen hassen.
    Kann man machen – bringt aber nix.
    Fakt ist doch, daß die ganzen versammelten VC Obercheckerbunnies und “Strategiedirektoren” aller Deutschen Dax-Konzerne (inkl. deren CEOs), 1995 keinen Cent in Google Shares investiert haben! MAN z.B. hat ~500m R&A Budget p.a., davon 1995 mal 5m in Google-Shares investiert = heute MehrheitsaktionĂ€r. (HĂ€tte,hĂ€tte, Fahrradkette!)
    Prof. Minx (ex-Daimler Stiftung) hat uns mal bei CMS Hasche Sigle einen schönen Vortrag ĂŒber
    “die schönsten verpassten Chancen“ gehalten: Wenn man dann u.a. die Sitzungsprotokolle des AEG-Olympia (ja die Firma gabs mal) Vorstandes vorgelesen bekommt, welcher entscheidet, das selbstentwickelte (!) Tintenstrahldruckerpatent nicht zur Produktreife zu fĂŒhren, mit der BegrĂŒndung, daß sich die anwesenden Ingenieure mal nicht so aufregen sollen, denn “auch im Jahre 2010 wird in jedem Deutschen BĂŒro die neueste AEG-Olympia-Schreibmaschine stehen und deshalb braucht niemand einen Tintenstrahldrucker”, ja wenn man ein paar Geschichten aus dieser Richtung kennt, dann weiß man, daß es auch heute Technologien und Strategien gibt, die neue MĂ€rkte erschließen, Google (oder anderen) Konkurrenz machen usw. usf.
    Nur braucht man dafĂŒr einen Arsch in der Hose!
    Wenn man sich den Schwachsinn anhört, den z.B. Adidas auf Investor-Relation Konferenzen erzĂ€hlt – da lachen sich alle kaputt. Jeder Blinde weiß, daß die, so innovationsfeindlich wie die arbeiten, niemals an Nike rankommen werden. (Und Nike ist spĂ€ter losgelaufen!)
    Der cya-Ansatz reicht halt immer nur fĂŒr die 2. Liga!
    Werbeagenturen und Verleger haben jahrelang erzÀhlt, dass ihre Kern-Kompetenz darin besteht,
    zu wissen “was die Menschen wollen”.
    Komisch. Warum ist denn Google, Facebook, Twitter etc. nicht von Leuten (Verleger, Agenturen) entwickelt worden, die Milliarden fĂŒr Meinungsumfragen ausgeben haben um “den Konsumenten“ und seine BedĂŒrfnisse zu verstehen?
    Fakt ist sicherlich, daß die, welche jetzt ĂŒber Google lamentieren, nicht die sein werden, welche
    interessante “Gegenkonzepte“ auf der Pfanne haben!

  51. @teletubbi:

    Vieles davon ist richtig. Und InnovativitĂ€t, Mut und Exzellenz sollten mit einer “Innovationsrente” also vorĂŒbergehend besonders guten Gewinnaussichten belohnt werden, und werden es in aller Regel auch.

    Dass Innovation und Mut aber letztlich die Weltherrschaft begrĂŒnden dĂŒrfen, soweit wĂŒrde ich nicht gehen.

    NatĂŒrlich bewundere auch ich, was Google in Rekordzeit aufgebaut und erreicht hat. Ich habe sogar mehr als ĂŒberdurchschnittlich davon profitiert und kann mich relativ gut diesen immer marktfremderen Mechanismen anpassen… aber die Verbraucher, Webmaster und Werbetreibenden werden eben von Google mit verbundenn Augen zur Schlachtbank gefĂŒhrt.

    Und bei allem Google gebĂŒhrenden Respekt, den ich zweifelsohne aufbringe: WĂ€re ich Entscheider bei Google wĂŒrde im Moment 100% meines Augenmerk darauf legen, wie ich den Konzern in ein langfristig profitables, aber vor allem NACHHALTIGES Unternehmen wandle, dass einer Zerschlagung noch im letzten Moment entgehen kann.

    Stattdesses wĂ€hlt Google im Moment kurzfristige Gewinnmaximierung und agiert dabei marktfeindlicher denn je. Die Regulierung bzw. Zerschlagung ist daher nur eine Frage der Zeit. Und ganz ehrlich: mir wĂ€re es lieber wenn Google Grenzen gesetzt werden, solange es noch möglich ist…

    Und das sag ich nicht als Gegner, sondern als AnhÀnger freier MÀrkte und kapitalistischen Denkens.

  52. Hi Philipp,

    Chapeau, toll geschrieben … das Beste & Umfassendste was ich bisher zum Thema Googlevil gelesen habe.
    Hat mich nach “nur” 11 Monaten Blogabstinenz dazu motiviert einen reinen Lesebefehl-Artikel zu schreiben (mein Trackback scheint nicht zu funktionieren, daher nun auch der Kommentar) & meine Restleser auch auf Deinen Artikel aufmerksam zu machen 😉

    Noch nen hĂŒbschen Restsonntag!

    Frank

  53. @Ralph: Deutsche Verlage (ĂŒber VDZ und BDZV) haben schon 2011 so eine Beschwerde in der EU-Monopol-Kommisision eingereicht… und wurden in der deutschen “Netz-Szene” ziemlich ausgelacht dafĂŒr.

    Über die BeweggrĂŒnde des BDZV kann man tatsĂ€chlich unterschiedlicher Meinung sein, aber vielleicht kippt die Stimmung jetzt doch ein bisschen?

    Monopolisten (und daß Google als wichtiger Traffic-Lieferant in einer marktbeherrschenden Stellung ist, wird wohl niemand – ausser Google – ernsthaft bezweifeln) haben nunmal besondere Auflagen beim Umgang mit Ihrer Macht…

    http://www.vdz.de/medienpolitik-singlenews/hash/6334b001d362c72f0d41ec208521c309/news/xuid2519-presseverlage-fordern-wirksame-massnahmen-im-google-verfahren/

  54. Ich bin jetzt seit 1998 in der Suchmaschinenszene, hab Anfangs Internet Seminare gehalten mit altavista und lycos als Suchmaschine und 10 Jahre lang eine Agentur in diesem Bereich aufgebaut. Was Du in diesem Beitrag schreibst ist ziemlich ‘mindblowing’ (wie unsere Freunde ĂŒber dem großen Teich sagen wĂŒrden). Allerdings versteht es ein ‘normaler’ User vermutlich nicht. 90% der User wissen z. B. auch nicht was Affiliate Marketing ist und ein großer Prozentsatz weiß nicht, dass man eine URL auch direkt im Browser eingeben kann. Von User-Seite aus wird es also keine “Gegenbewegung” geben (wohin auch?)
    Es muss also tatsĂ€chlich die Politik ran. Und vielleicht kann ja die Debatte um das Leistungsschutzrecht in diese Richtung gefĂŒhrt werden. In dem Sinne, dass Google verpflichtet wird, auf eigene Angebote sehr auffĂ€llig hinzuweisen, so dass jeder User ganz klar sieht, auf was er da klickt. Im Sinne der Trennung von Redaktion und Werbung mĂŒsste ein Hinweis erscheinen wie “Dies ist ein Angebot von Google”, in rot und ca. 25% der FlĂ€che einer Anzeige. Dann kann der Nutzer tatsĂ€chlich entscheiden, auf welche Website er gerne möchte. Also ganz im Sinne von Google’s eigenen GrundsĂ€tzen.
    Die Verlage und Medien könnten dazu beitragen, dass die Diskussion in diese Richtung gelenkt wird. Das wĂ€re wesentlich sinnvoller, als ein Leistungsschutzrecht als ‘Lex Google’ zu fordern, wo sie doch jederzeit die Möglichkeit hĂ€tten, die Google-Bots auszusperren…

  55. Hallo Thomas,

    danke fĂŒr den konstruktiven Lösungsvorschlag. Ich stimme Dir zu, dass Kenntlichmachung von Werbung ein wichtiger Schritt ist, der gegangen werden MUSS.

    Problematisch bleibt aber die faktische Zwangsintegration anderer Google Produkte (G+, Places, Trusted Stores,…) ohne die man quasi auch im herkömmlichen Produkt Google nicht mehr auf Augenhöhe mitspielen kann. Hier muss es dringend zu Öffnung und Chancengleichheit kommen.

    Auch die Art, wie Google neue Produkte in den Markt einfĂŒhrt muss wettbewerbsgetriebener werden. Google könnte derzeit fast jedes noch so desolate Unternehmen grĂŒnden oder kaufen und direkt mit eigenem Traffic und Produkten sanieren.

    Auch die Meinung dass der Konsument mangels Transparenz das Problem weder erkennen noch lösen kann teile ich. Daher ist es an der Politik, aber auch an den Werbetreibenden, sich Ihrer Lage bewusst zu machen. Zu viele Parteien denken noch es funktioniert im Moment alles doch super und profitieren teilweise noch von Google und wÀhnen sich als Gewinner, wenn Konkurrenten verlieren.

    Dass hinter all dem aber immer ein bisschen mehr Traffic und Geld zu Google verschoben wird, fÀllt den wenigsten auf.

    Und was ebenfalls die wenigstens sehen, dass es lÀngst ALLE angeht. Wer sich Googles Shopping-Liste oder die Investments von Google Ventures anschaut erkennt schnell, dass Real Estate und Retail bereits auf der Roadmap sind. Industrien, die jahrelang brav ihre Daten bei Google en Detail abgeliefert haben.

    Und deswegen betrifft es die gesamte Wirtschaft. Weil man mit den besten, meisten und exklusivsten Daten letztlich jedes GeschĂ€ftsmodell “revolutionieren” kann.

  56. Das Wort “googlen” steht nicht als Synonm fĂŒr die Internetsuche im Duden. Vielleicht sollte man lesen, was man verlinkt …

  57. Die Verlinkung oder Formulierung ist zugegebenermaßen unprĂ€zise. Besser wĂ€re gewesen “gilt als Synonym fĂŒr die Suche im Internet und steht im Duden”…

    Im Übrigen hat Google ein erhebliches Interesse daran gezeigt, dass aus dem Deonym “googeln” KEIN Synonym laut Duden wird und die bisherige Formulierung der 23. Auflage “im Internet, besonders in Google, suchen” in der 24. Auflage in “mit Google im Internet suchen” Ă€ndern lassen. Interessant, oder?

  58. Lieber Glöckner von Nostradamus,

    zunĂ€chst einmal danke an alle “WOW, Klasse Artikel” Schrieber. Vielen Dank fĂŒr eure Kommentare! Weiter so. Was wĂ€re nur erst hier los, wenn die Kommentar-Website-Links auf follow wĂ€ren?

    Mein Papa sagt immer Übertreibung macht anschaulich. Und ja, dieser Artikel muss in den Spiegel… 🙁

    Bitte noch folgendes Video https://www.youtube.com/watch?v=Diq6TAtSECg hinzufĂŒgen.
    Macht ja schließlich auch unheimlich Spaß, sich mit der dargebotenen Opferrolle zu identifizieren.
    Der, der sich als Opfer sieht, ist immer nur der, der sich selber als Opfer sieht.

    Es beschwert sich doch auch keiner darĂŒber, was in den McDonalds-Burgern drin ist, solange es gut schmeckt. Und wenn von 10g Fleisch 8g aus purem Glumamat und nur 2g “generisches/organisches” Fleisch ist, ist das nicht evil. Weil es halt gut schmeckt.

    Mein Dönermann sagt auch immer: “Lasse’ gutschmeck. mein Freund”. Und der ist auch auch gar keinen Fall evil.

    Was ist, wenn Aliens auf die Erde kommen, die unsere AusdrĂŒcke nicht wahrnehmen können oder wollen. Und diese dann unsere Babys und Kinder fressen, weil diese “halt einfach gut schmecken”. Dann ist es ihnen doch egal, ob dort schlechte GefĂŒhle bei den Menschen wahrgenommen werden, weil diese bei den Aliens nicht ankommen.

    Aber das ist ist auch vollkommen ĂŒbertrieben, weil ja das Wort Alien drin vorkommt.

    Solange ein Produkt den einzelnen bereichert, wird es auch gekauft und benutzt, da der Mensch immer auf der Suche nach “mehr” ist. Es gibt keine intrinsische Motivation des Menschen, die der Gattung der Menschheit dient. Jeder Appell an “die Menschen” geht ins Leere, da der Mensch in seiner Erscheinung nie analog auftritt. Der Mensch tritt entsprechend den inneren und Ă€ußerlichen Gegebenheiten als Figur in der Geschichte eines einzelnen Menschen auf, sondern etwa als Freund, als Vater, als Arbeiter oder in anderen Kontexten auf.

    Jede Thematik kann intellektuell soweit von dem Verstand auseinander genommen werden, bis man sie in den einzelnen Strukturen wieder komplett neu aufbaut. Aber VerÀnderung entsteht erst, wenn der Glaube an ein Konzept, das in die Summe der des einzeln befriedigten Menschens höher ist, als das jetzige.

    Jetzt wÀre es an der Zeit, den Bogen wieder zum Hauptthema zu schlagen, habe aber keine Lust mehr zu schreiben.

  59. @nö:
    Danke fĂŒr den großartigen Kalauer. Seien Sie sich sicher, dass Sie der Erste waren, der auf die Idee kam. 😉

    Ich kann Ihren AusfĂŒhrungen leider nicht vollends folgen und ich möchte die Diskussion ungern vom eigentlichen Thema entrĂŒcken. Daher nur kurz:

    Ich fĂŒhl mich, wie schon an anderer Stelle geschrieben, hier ĂŒberhaupt nicht in der Opferrolle. Im Gegenteil. Ich sehe mich als unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig starken Profiteur der “Google-Dekade”. Die Möglichkeiten, die das Internet bietet ermöglichten mir bisher eine ungeahnte, auch finanzielle, Freiheit. Und ich bin der Überzeugung, dass ich mich im Zweifel besser an jegliche von Google neu gesetzen externen Effekte anpassen kann und werde, als die meisten anderen Wirtschaftsindividuen. Ich könnte opportunistisch und “fine” mit dem System sein und ĂŒberdurchschnittlich profitieren, und mir mir Dollarnoten Augen, Ohren und vor allem Mund versiegeln lassen.

    Ich glaube aber, dass ein Großteil der GeschĂ€ftspartner von Google (und das ist heutztage mehr oder weniger jeder) nicht ausreichend ĂŒber die vermeintlichen Intentionen von Google aufgeklĂ€rt ist. Insbesondere die von Ihnen propagierte “Suche funktioniert doch super” oder an anderer Stelle “wir verdienen doch alle gut mit Google”-MentalitĂ€t halte ich fĂŒr naiv und kurzsichtig.

    Das muss man nicht verstehen oder teilen. Man darf gern dagegen sein und versuchen zu erklĂ€ren wo volkswirtschaftlich der Mehrwehrt der jetzigen Situation lĂ€ge. Wenn Sie einerseits AnhĂ€nger der “so what?”-Einstellung waren, gehören Sie durchaus zur Zielgruppe dieses Artikels, wenn Sie es nach dem Lesen auch noch sind, kann ich aber gut aufgeben. Ich bin ja kein Verschwörungstheoretiker und muss sie nicht um jeden Preis ĂŒberzeugen…

    Ich freu mich gerade auch ĂŒber kritisches Feedback. FĂŒr deutsche VerhĂ€ltnisse waren die Kommentare bisher auch ĂŒberraschend einseitig positiv.

  60. Selten einen so treffenden ( und langen ) Artikel gelesen. Nicht umsonst findet man ihn derzeit aber auch in jedem SEO Forum. Nun ich denke wir werden alle in den nĂ€chsten Jahren uns noch gehörig wundern was mit und um Google so passiert. Lange wird dieses ich kann mir alles erlauben nicht mehr funktionieren…

  61. Super Artikel!!!

    Aber gibt es eine einfache Lösung: einfach Adblock Plus installieren (www.adblockplus.org) und schwups gibt es keine Werbeanzeigen mehr, weder auf Google noch sonstwo. Das hat das Pferd, um es mit Deinen Worten zu formulieren, nix mehr zu Saufen 😉

  62. Ich habe generell nichts gegen Werbung, ich wĂŒrde mich dieser Information nicht berauben wollen. Ich finde nur sie mĂŒsste auch fĂŒr Otto Normal als solche zu erkennen sein. Und im Moment kann es die HĂ€lfer der Google-Nutze nicht mehr.

  63. Tolle und informative Arbeit!
    Das meiste davon war mir entgangen, da ich schon seit Jahren Ixquick.com und Startpage.com mit Adblockplus bei abgewĂ€hltem ‘allow non-intrusive advertising’ nutze. GooGlee erfĂ€hrt nichts von meiner IP-Adresse und ich bleibe wirklich von jeglicher GooGlee-Machenschuft verschont.
    Nachdem ich jetzt einen kurzen Testlauf mit dem Original auf dem sonst nie von mir verwendeten chromebrowser gemacht habe, weiß ich meine Wahl um so mehr wertzuschĂ€tzen. Die Suchmaschine als solche ist nĂ€mlich wirklich recht gut, wenngleich Metager2 hĂ€ufig fĂŒr mich die besseren Ergebnisse liefert; oftmals liefern andere gar nichts.

  64. Sehr gute Zusammenfassung, kompetent und kurz auf den Punkt gebracht. 12 Seiten sind knapp bemessen und eigentlich zu wenig. Ich bin mir sicher da kommt noch mehr;) Die KomplexitĂ€t der Google Plattformen ist selbst von Google Mitarbeitern nicht zu ĂŒberblicken, dies ist gewollte GeschĂ€ftspolitik im Hause Google. Trotzdem haben Sie mit Ihrem Beitrag viele wichtige und notwendigen Anmerkungen, zum Thema Google und deren GeschĂ€ftsmodell aufgefĂŒhrt. Google Search ist schon lange nicht mehr unabhĂ€ngig und objektiv. Was der Google Algorithmus ausspuckt ist ein Surrogat aus ĂŒbriggebliebenen SEO Seiten, die glĂŒcklich durch die Filter gerutscht sind und einem Sammelsurium an unterschiedlichsten Content QualitĂ€ten diverser “Marken”. Die Suchergebnisse sind zum großen Teil nicht besser geworden. Ganz im Gegenteil, heute bekommt der User “bedarfsgerechte” Antworten auf seine Anfragen mittels vorgefilterter Ergebnisse vor die Nase. Der nomale “User” ist damit hoffnungslos ĂŒberfordert und damit der WillkĂŒr der Werbetreibenden ausgesetzt. Es besteht aufgrund der engen Vernetzung von Google Suchmaschine und Werbewirtschaft teilweise nicht mehr die Möglichkeit an ein normales Suchergebnis zu gelangen. Google is halt mittlerweile ziemlich “evil” 😉

  65. Bravo, Philipp! Ich gebe Dir Recht, es hÀtten auch leicht 50 Seiten werden können.

    Zum Thema Google vs. Arbitrage: FĂŒr guenstiger.de ist das kein großes Thema, aber was ich so höre, ist: Mehr Buchungsdruck, aber vor allem erschwerte Einkaufsbedingungen (inkl. dem Thema Quality-Score) haben dazu gefĂŒhrt, dass es deutlich teurer geworden ist, mit Anzeigen auf der ersten Ergebnisseite zu stehen. Im Jahresvergleich schĂ€tze ich das in den USA auf +50% in Europa auf derzeit +30%. Noch. Es funktioniert ja auch noch, nur der “Wegezoll” von Google auf dieser Strecke wird kontinuierlich höher.

    Danke fĂŒr den Artikel, da verzeihe ich Dir doch glatt dass mit der “Bedeutungslosigkeit” von guenstiger.de 😉

  66. Vielen Dank fĂŒr die umfangreiche Recherche!

    Letztlich ist die GrĂ¶ĂŸe von Google (wie auch anderer Unternehmen) das Ergebnis dessen, was die Verbraucher angerichtet haben. Es war schon immer schlecht im Gleichschritt ĂŒber eine BrĂŒcke zu gehen…

    In Ă€hnlicher Form verlĂ€uft es bei allen Unternehmen – und von unternehmerischer Seite ist es nachvollziehbar. Wir hatten es so bei AOL, bei T-Online, bei Microsoft und nun bei Apple sowie Facebook.

    Der Verbraucher hat noch die Chance “dagegen zu halten”, z.B. indem er andere Suchmaschinen (z.B. Metasuchmaschinen) oder fĂŒr die andere Angebote Alternativen – solange es sie noch gibt – nutzt. Manches Mal ist es auch sinnvoll, offline beim HĂ€ndler um die Ecke die Preise zu erfragen. Und fĂŒr wenige Cents mehr, hat man die Konkurrenz belebt…

  67. Verdammt guter und interessanter Artikel.
    Sehr umfassende Betrachtung. Die vielen Referenzen fand ich ebenfalls nĂŒtzlich. Gleich mal geteilt, weil gut.

  68. Danke fĂŒr die Arbeit die Du in diesen Artikel gesteckt hast. Manches ist jetzt klarer, aber leider fehlt es an ernsthaften Alternativen und als SEO-Mensch kommt man an goggle nicht vorbei, leider.

  69. als SEO kommt man nicht an Google vorbei. Wohl aber als Internet Marketer. Es gibt viele IM’s ĂŒber dem Teich, welche nur allein mit Facebook /oder Twitter ihre Brötchen verdienen. Nicht zu vergessen sei auch Newslettermarketing, Direktwerbung uvm…

    Wer seinen Traffic nur auf Google aufbaut der darf sich dann nicht beklagen wenns dann mal in die falsche Richtung lÀuft. G macht nun mal was es will und kann es auch

    Dank Social Media und vielen weiteren Möglichkeiten kann man sich andere Traffic-KanÀle aufbauen.

    Sehr guter Artikel

  70. Super Artikel, werde ich gleich retweeten. Vieleen Dank fĂŒr die MĂŒhe, und es ist erschreckend, was da so passiert.

    eine Sache bei den Google-Expansionsstrategien fehlt aber: Eliminierung von Streuverlust durch Aggregation von immer mehr Nutzerinformationen. Wenn man die Daten aller Nutzer gleich auf mehreren Ebenen ansaugen kann (Android, Googlemail, googledocs. google Suche und nicht zuletzt street view), dann erhĂ€lt man einen Reichtum an Informaitonen ĂŒber den Kunden, der ALLES andere aussticht. Man kann viel feinere BedĂŒrfnisse und Nutzungsmuster erkennen, kann hohe Streuverluste bei Werbung vermeiden, und dementsprechend deutlich mehr Gewinn einstriechen. SpĂ€testens seit dem 01.03. wird das praktiziert, denn da hat Google seine Nutzungsvereinbahrungen entsprechend modifiziert., und kann nun die aus allen Diensten verwobenen Daten miteinander verknĂŒpfen. Besonders erfide ist das bei Google Street view, denn da wurden und werden wir explizit angelogen, was die Funktion des Dienstes betrifft: http://ossiander.de/wp-content/uploads/2010/08/streetview-Werbung.jpg

    Dass aber in wirklichkeit die lieben Google Street View Cars unsere W-Lans abzapfen, um die MAC-Addresse des Routers mit der bei einer Suchanfrage auftauchenden Suchanfrage zu verknĂŒpfen, das haben die wohl irgendwie vergessen. Diese AZ-Kampagne ist ein gutes Beispiel dafĂŒr, wie Google ganze Gesellschaften verarscht und mit Scheinargumentationen in die Irre fĂŒhrt.

    Und die Politik? zzzzz

    SH

  71. Ein wirklich lesenswerter Hintergrund! Vielen Dank fĂŒr die Informationen. Einige Fachbegriffe muss ich noch goo-, Ă€h, bingen;-) Es ist fĂŒr mich als schlichter Suchmaschinennutzer erschreckend zu lesen, wie engmaschig das Google-Netz tatsĂ€chlich ist. Vor dem Hintergrund Ihrer AusfĂŒhrungen erscheint mit die Kritik am Leistungsschutzrecht wahrlich zu einseitig auf die Verlage zielend. Ich bezweifle, dass es wĂŒnschenswert ist, dass ein Unternehmen wie Google eine derartige Marktmacht inne hat; Wenn man die als Nutzer durch die Wahl einer anderen Suchmaschine torpedieren kann, dann nur zu! Als bewusster bing-Nutzer frage ich mich allerdings, ob es in dieser Hinsicht tatsĂ€chlich ‘gute’ bzw. ‘bessere’ Unternehmen geben kann. Letztlich geht es doch bei jeder wirtschaftlichen Unternehmung um das Ziel der Gewinnmaximierung. Sie, Herr Klöckner, fĂŒhren vor, wie perfekt – perfide wĂ€re wohl passender – Google das praktiziert.

  72. super Artikel, das beste was ich zu diesem Thema bisher gelesen habe. Als GrĂŒnder des Preisvergleichs Getprice habe ich viele Dinge am eigenen Leib erfahren….

  73. Ich liebe es, Teufels Advokat zu spielen, denn mir ist schon lange kein so belangloser Artikel mehr untergekommen. Sicher, fĂŒr den Fleiß, es zusammenzustellen, gibt's ein paar Punkte. Aber das war's schon.

    Alleine der Schluss, dem Leser ein paar rhetorische Fragen zu stellen und dann mit einem Konjunktiv zu antworten, zeigt, dass der Autor selbst eigentlich die ganze Zeit nur Mutmaßungen anstellt und sich etwas zusammenbastelt.

    Abhaken. da ziehe ich mir lieber aufgewĂ€rmten Kaffee rein. Und, nein, ich arbeite nicht fĂŒr Google. Ich habe jahrelang fĂŒr die Konkurrenz gearbeitet, um die Relevanz dieses Artikels abschĂ€tzen zu können.

    1. Schön auch zu sehen, dass der Autor mit 3% an ladenzeile.de beteiligt ist (kurze Internetrecherche). Das stellt die Behauptungen hier nochmal in ein ganz schlechtes Licht.

    2. Mag ja sein, dass du das alles schon genau kennst. Mag auch sein, dass der Artikel reißerisch formuliert ist, und dass die Flut an low quality Preissuchmaschinen und Affiliates usw. wirklich kein Nutzer will und braucht. Dennoch – viele Nutzer sind sich dessen wirklich noch gar nicht bewusst, dass sich das Suchergebnis, das sie bei Google sehen, vollstĂ€ndig nach den kommerziellen Gesichtspunkten eines einzelnen Monopolisten orientiert, der ein starkes Eigeninteresse daran hat, die Nutzer auf seine eigenen Angebote weiter zu leiten und damit den freien Wettbewerb zu blockieren.

  74. Google ist noch lange nicht fertig. Am Ende wird Google Now alle Antworten liefern ohne das man ĂŒberhaupt eine dritte Seite aufrufen muss. Zumindest ist das das Ziel von Google. Wobei sie das aber schon immer so publiziert haben. Es ist ein Irrglaube, wenn man denkt, dass Google fĂŒr immer (kostenlos) nur Besucher weiterleitet. Sie wollen selbst den Content liefern.

  75. Klar wolle sie den Content liefern, aber fĂŒr den Content am Besten auch nix zahlen und schon gar nicht in ihn investieren! Das macht die Fronten ja so erschreckend klar und die grauenvolle Weltvision die dahinter steht.

  76. Hab eine lange Zugfahrt hinter mir und hab demnach den wohl Umfangsreichten Artikel gelesen, den ich so wohl noch nie gelesen habe. Ich bedanke mich fĂŒr diese sehr gelungenen Informationen und ich binmir sicher das dieser Beitrag Wellen schlĂ€gt ….ich selbst hab eine Mail, von einem GeschĂ€ftspartner, bekommen. Mit dem Inhalt: “Dringend Zeit nehmen und komplett lesen …. wichtig!!!!”

  77. du schreibst mir vom herzen. nach dieser öffentlichen kritik wird aber auch dein traffic nach unten gehen. vielen dank fĂŒr diesen wahnsinns bericht. alles gute.

  78. interessanter Artikel. Wirklich sehr interessant, danke dafĂŒr. Ich denke selber, dass Google sehr viel bewegt hat und fĂŒr das Internet getan, aber jetzt werden sie einfach sehr groß und da kommen andere Dinge in den Fokus. Daher will ich eigentlich nur sagen: “Google please: Don’t be evil!”

  79. Einiges war mehr oder weniger bekannt, aber so geballt wird der Eindruck noch verstĂ€rkt, daß Google die eigene Stellung missbraucht um neue Standbeine zu finden.

    Die Aufforderungen, Google-Produkte nicht mehr zu nutzen, wĂŒrde den meisten Google-Traffic-AbhĂ€ngigen ins eigene Fleisch schneiden, somit ist diese Möglichkeit ziemlich bescheiden.
    Wieder einmal kann man als “kleiner Fisch” nur bedingt etwas unternehmen, und wer es tut, muss womöglich einen hohen Preis bezahlen – und ich spreche hier nicht vom einfachen Gmail-User, sondern z.B. von kleinen Onlineshops, die vom Google-Traffic leben.

    Meine Tips dazu: Stamm-Leser/-Kundschaft aufbauen, einzigartig sein um GesprÀchsthema zu bleiben und hoffen dass das Google-Monopol irgendwie politisch geregelt wird.

  80. Danke Philipp, ist wohl der umfassenste Artikel zu dem Thema im Netz. Lohnt vom Anfang bis zum Ende. GrĂŒĂŸe

  81. Schade nur, dass das Thema immer wieder an Fahrt verliert und eigentlich keine Öffentlichkeit besitzt. Googles Nebelwerfer funktionieren einfach zu gut….

    Man sollte an Zerschlagung denken und die “Infrastruktur” vom “Werbebetrieb” trennen bzw. fĂŒr Dritte öffnen. Bei anderen Monopolisten wie der Deutschen Bahn hat es doch auch funktioniert: Hier wurde das Schienennetz (die Suchmaschine) von der Bahn (z.B. AdWords) getrennt. Wieso sollte sowas nicht auch mit Google möglich sein? 🙂

    Oder Microsoft bzw. dem Betriebsystem / der Plattform erlauben, Suchergebnisse zu ergĂ€nzen? 😀 Oder oder oder.

    Es gĂ€be so viele, schöne Möglichkeiten. Leider sind die Politiker zu fantasielos, die Verlage zu trĂ€ge und wir Onliner zu Ă€ngstlich, um Google mit der gleichen Entschlossenheit gegenĂŒber zu treten …

    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt! Wenn wir GlĂŒck haben, werden bei der Verteilung des neuen, mobilen Internets (nein, ich meine nicht WAP!) die Karten neu gemischt.

  82. Interessant zu sehen, dass Sie als Autor selbst einen 3% Anteil am Unternehmen ladenzeile.de haben und damit auch von etwaigen schlechteren Rankings betroffen sind. Anstatt also sich aufzuregen, dass man nach einem Update schlechter gerankt ist, sollte man seinen Content doch einmal ĂŒberlegen.
    ZusÀtzlich sind ihre Google Trend Screenshots ziemlich schlecht gewÀhlt. Wer sucht bitte nach "Google Flights"? Ich sehe hier viele Behauptungen ohne echte Belege. Google Trends vergleicht letztlich nur exakte Suchanfragen miteinander.

    1. Ladenzeile spielt doch hier garkeine Rolle. Es geht auch um tausende von HĂ€ndlern die immer mehr in den Google Angebots-Sog gezogen werden. Wer sich frĂŒher ĂŒber Microsoft und den IE aufgeregt hat sollte sich auch Google mal genauer ansehen.

  83. Gelungener, sehr kompetenter und interessanter Artikel.
    Mir war zwar bewusst, dass die ĂŒbermĂ€chtige Monopolstellung von google problematisch werden könnte, jedoch war mir nicht im Detail klar, wie google diese Macht ausnĂŒtzen und die Freiheit des webs gefĂ€hrden könnte.

    Es bleiben fĂŒr mich immer noch Fragen offen – beispielsweise:
    Was kann effektiv getan werden, um sich vor zu der Manipulation durch google zu schĂŒtzen???
    Welche sinnvollen Gegenstrategien und Optionen gibt es, um mehr Autonomie von google zu gewinnen???

    Neugierige GrĂŒĂŸe, Deine Auc

  84. Naja; Shoppingwebseiten und Vergleichsportale haben nun mal auf der Suchseite nach einem Produkt nichts verloren; es sei den man sucht explizit danach. Die Guidelines fĂŒr Adwords gehören da auch dazeu da klar ersichtlich sein soll, dass es wieder eine nutzlose Suchmaschine ist die dann doch keine guten Ergebnisse liefert.
    Mir persönlich mindestens 50 mal passiert! Daher Ja auch ich blocke diese Seiten

    Zusammengefasst: Ja ich kann bei einigen Sachen sagen: JA ist richtig, finde ich aber GUT.

    Was ich nicht gut finde ist der geschlossene play Store, aber da ist die Konkurenz keinen Deut besser

  85. Wow, witzig ist:
    die meisten, die hier posten (ca. 90%), sind genau die, die ÜBERHAUPT ERSTMAL DURCH GOOGLE all ihre kleinen Shops (und sontige Craph-Projekte) vorangebracht haben und ohne Google vermutlich irgendwo auf nem Pförtnerposten sitzen wĂŒrden und nichts mit “SEO-Haijapopeia” in einer Welt machen wĂŒrden. in der leistungslose Arbitrage-GeschĂ€fte ÜBERHAUPT ERSTMALIG zu Null-Transaktionskosten möglich sind.
    Das meine ich ernst:
    WĂ€re der SuMa-Markt hochfriktional, mĂŒssten all die “SEO Gurus & Experten” und “Link-Building-Profis” nicht nur fĂŒr eine SuMa sondern fĂŒr bspw. 5 – 10 Anbieter optimieren, mit dem Resultat deutlich mehr Zeit investieren zu mĂŒssen (und somit deutlich weniger Umsatz&Gewinn).
    Gleichzeitig: KEIN anderer Anbeiter hat sowas wie AdWords & AdSense, nicht mal im Ansatz Vergleichbares gibt es. Heitß also: 90% der Leute, die sich hier aufregen, wie schlimm Google ist, wĂ€ren morgen sofort Pleite (bzw. “vom Markt verschwunden”) wenn Googles Marktanteil auf den (möglicherweise fairen) Wert von 20% schrumpft.
    Lieber mal darĂŒber nachdenken, als die Hand beißen, die mich fĂŒrttert…

  86. @linkmafia: Das “Mobile Game” hat Google doch lĂ€ngst und schneller als jedes andere gewonnen. Android ist das absolut marktbeherrschende Betriebsystem und wĂ€chst weiter. Die westeuropĂ€ische Wahrnehmung, dass jeder ein iPhone hat tĂ€uscht. http://www.businessinsider.com/future-of-digital-slides-2012-11

    @Lelala: Großartiges PlĂ€doyer fĂŒr “Wes Brot ich ess, des Lied ich sing”…

    Dass das Image der Suchmaschinenoptimierungsbranche so mies ist, hat sie sicherlich teilweise selbst zu verschulden, resultiert aber auch aus der Intransparenz fĂŒr Aussenstehende, die dann alles was sie nicht verstehen verteufeln.

    TatsĂ€chlich wĂŒrde ein seriöser, nachhaltig agierender Berater ohne viel Extraaufwand auch fĂŒr mehrere Suchmaschinen gleichzeitig optimeren können, weil das Set an Signalen, die ausgewertet werden beschrĂ€nkt ist.

    Leistungslose Arbitrage gibt es quasi per Definition nicht. Die Leistung der Arbitrage besteht ja in jedem Fall bereits darin Marktineffizienzen zu ĂŒberwinden. Googles Arbitrage-Partner helfen Google zum Beispiel in ihrer Agenturposition die Werbebudgets der Advertiser aus dem Shorthead in den “unterbuchten” Longtail umzuverteilen und somit den teilweise hervorragend konvertierenden Longtailtraffic zu versilbern. Es werden ĂŒberteuerte Shorthead Budgets in den Longtail verschoben, wo der ROI besser ist. Damit wird das System schon mal effizienter.

    Ob das fĂŒr den User letztlich eine Leistung darstellt hĂ€ngt vor allem daran, ob in diesem Prozess noch eine Transparenz schaffende Leistung wie “Preisvergleich”, “Couponing”, “MarktĂŒbersicht” oder Ă€hnliches erbracht wird. WĂ€hrend man das im Fall der IAC Corp leider eher verneinen muss, liefern Preisvergleiche oft durchaus Nutzen. In jedem Fall nicht weniger nutzen als “Google Shopping”.

    @Fab Ian
    Deine “kurze Internetrecherche” hĂ€ttest Du Dir sparen können, weil ich im Artikel bereits erwĂ€hnt habe, dass ich bei Ladenzeile beteiligt und nur beschrĂ€nkt objektiv bin. 😉

    Ob das jedoch was an der ValiditĂ€t der Argumente Ă€ndert wĂŒrde ich bezweifeln. “Wer sucht schon nach “Google Flights””? – Mehr wollte ich doch nicht sagen. Wonach wĂŒrden die Fans der Google Produkte, die es mMn nicht gibt denn sonst suchen? Fakt ist aber dass Kayak eine sehr hohe Kundenbasis aufgebaut hat, die das Produkt aktiv nachfragt. WĂ€hrend die Nutzer von G’Shopping, Flights, Hotelfinder in der Regel einfach von Google in die Produkte hineingeschaufelt werden. Das finde ich machtmissbrĂ€uchlich und innovationshemmend, weil es neue Konkurrenten abschreckt und alte ihres bestehenden Traffics beraubt.

    Es zeugt von Auseinandersetzung mit dem Thema und ist vollkommen legitim meine Argumentation kritisch zu hinterfragen. Aber es auf der anderen Seite blind, stattdessen Googles HirnwĂ€scherei unkritisch zu folgen…

  87. Ein wirklich sehr gut geschriebener und interessanter Artikel. Danke Philipp! Den sollte man in der FAZ o.Ă€. abdrucken, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.
    Als Monopolist kann sich Google eben alles erlauben und wird so sÀmtliche Konkurrenten ausradieren, wenn nicht ein Regulator diesem Treiben Einhalt gebietet.

  88. Wenn man die einseitige Berichterstattung zum Thema so liest lass ich mir lieber von google informieren als von denen.

    Eigene Interessen scheinen da vor jeder ObjektivitÀt zu stehen.

    Punkt.

  89. @Stefan

    Das ist eben das Lustige. Dass die Mehrheit der Menschen annimmt, dass bei Google keine eigenen Interessen im Mittelpunkt stehen und daher RattenfÀngerei wie http://www.google.de/campaigns/deinnetz/ funktioniert.

    Ein Interesse in dieser Diskussion zu haben zeugt immerhin von Auseinandersetzung mit dem Thema. Und die Interessen und Begehren ALLER Parteien sind natĂŒrlich höchstdisputabel. Traurig ist aber wie viele Menschen interessen- und ahnungslos auf Google VERTRAUEN, nur weil sie es nicht besser wissen…

  90. Der Artikel ist großartig, auch wenn ich bis dato erst rund zwei Drittel geschafft habe. Bevor ich nun allerdings ins Bett falle, drucke ich ihn aus und stĂŒrze mich morgen erneut ins VergnĂŒgen.

    Vielen Dank fĂŒr den großartigen, ja, atemberaubenden und schön recherchierten Artikel!

    Bestes
    ich

  91. Sehr guter Artikel und sehr ausfĂŒhrlich. In der Tat wird Google dadurch immer unsymphatischer.
    Eigentlich wĂ€re jetzt die Zeit reif eine neue Suchmaschine aufzubauen – die komplett ohne diese Werbung auskommt. So hat Google damals ja auch den Markt erobert.

    1. Nur hat Google auch damals schon die Idee gehabt, dass man mit einer Suche irgendwann Geld verdienen können wird.

      Bei Microsoft wurde damals hart eingegriffen wegen des Browser-Bundlings. Heute ist auf jedem GerÀt ein Browser vorinstalliert, keiner sagt was. Auf jedem Android Handy und jedem Apple Telefon ist die Google Suche voreingestellt. Wo bleiben die Kartellbehörden?

  92. Ich hatte vor ein paar Wochen bei der SEOkomm einem der Google Mitarbeiter (Search Quality) öffentlich bei einem Panel die Frage gestellt “Warum verschwindet hier immer mehr hinter bezahlten Anzeigen? Bald gar keinen organischen Traffic mehr?”

    Nur unglĂ€ubiges Zucken und gespieltes MissvertstĂ€ndnis und das Statement einer anderen BranchengrĂ¶ĂŸe auf der BĂŒhne “Ja aber Google will ja Geld verdienen…”

    Ich bin mir zwar wie der letzte Depp vorgekommen danach aber vielleicht braucht es einfach mehr Deppen um hier einfach nochmals zu hinterfragen…

  93. Toller Artikel, interessant und umfangreich geschrieben! Ich habe seit Neuestem diese nervige Ask-Toolbar in meinem Browser (Chrome). Ist wohl automatisch beim Installieren bzw. beim Update mit auf meinen Rechner gepackt worden. Interessant zu lesen, dass Ask zu Google’s Partnern gehört…

  94. Danke fĂŒr den großartigen Artikel! Jetzt ist mir Einiges klarer hinsichtlich der seltsamen Auswirkungen der Updates…

    1. history repeating. Die selben VorwĂŒrfe konnte man gegen Microsoft bzgl. seiner Politik vor 15 Jahren oder so auch hören. Was wĂ€re denn gewonnen, wenn man Google zerschlagen wĂŒrde, vom Standpunkt des "Verbrauchers" aus?

  95. Das Google Monopoli Spiel ist noch nicht vorbei. Jedoch geht es der Ladenzeile wohl wieder etwas besser…
    GrĂŒĂŸe

  96. Weißt du, bzw. wenn darfst du ĂŒberhaupt was sagen ob und was an LadenZeile geĂ€ndert wurde dass sie nun wieder da steht wo sie vor der Abstrafung war ?

    -Henry

  97. Ich wĂŒrde behaupten, dass es zum jetzigen Zeitpunkt eher so aussieht als lĂ€ge die Ursache nicht in etwas was bei oder von Ladenzeile getan wurde. Wir arbeiten zwar konsequent an der Verbesserung des Produkts aber evtl. grĂ¶ĂŸere Maßnahmen waren noch nicht in Kraft, sodass man davon ausgehen muss dass sich evtl. Google eines besseren besonnen hat.

    In der letzen Woche gab es insgesamt sehr große Verschiebungen in den Rankings.

  98. “evtl. Google eines besseren besonnen hat”…

    …oder den Artikel hier gelesen hat 😉 Gut, also nichts von eurer Seite aus 🙂

  99. Es sei Dir verziehen, dass Du mich mit diesem Werk vom Strandspaziergang abgehalten hast 🙂 Danke dafĂŒr und GlĂŒckwunsch zur Schaffung einer echten Referenz!

  100. Adblock Plus fĂŒr Firefox installieren 😉
    Ich stelle die Frage wer ist das geringere Übel?
    Microsoft, Apple oder Google?
    Der grĂ¶ĂŸte Fehler war wohl der Gang an die Börse.
    Warum?
    Weil Unternehmen zu Wachstum ohne RĂŒcksicht gezwungen sind.

  101. Großes Lob! Ein wirklich Augen öffnender Artikel, der die vielen kleinen, strategischen und scheinbar unstrategischen Schritte von Google in ein ganz neues Licht rĂŒckt.

  102. Ich sag nur: Und alle machen mit. Ohne Partner wĂŒrde Googles Werbeverkauf nicht funktionieren. Wer sich was vom großen Kuchen abschneidet, soll sich nicht beschweren, dass der BĂ€cker mit viel Zucker und Sahne gebacken hat.

  103. Wirklich sehr interessant: viele der beschriebenen Verwerfungen sind ja hinlÀnglich bekannt, jedoch hat es bisher keiner geschafft, diese kompakt und verstÀndlich zu formulieren!
    Daher wirklich lesenswerter Beitrag!

  104. Sehr interessanter Artikel, danke dafĂŒr.

    Allerdings vermisse ich aus Verbrauchersicht die Such”ergebnisse”, die auf “Vergleichsportale” verweisen, wo keine Artikel tatsĂ€chlich vergleichen werden, sondern nur auf das Portal gelockt werden soll oder nur Platzhalter eingestellt sind, gar nicht. Im Gegenteil, diese Ergebnisse lassen mich jegliche Vergleichsseiten in Suchergebnissen automatisch ĂŒberspringen und damit ist das “Portal” aus meiner Sicht mit Schuld an der aktuellen Situation.

  105. Pingback: Links #34
  106. Lieber Herr Philipp Klöckner,

    eine gute Zusammenfassung, nur warum nutzen Sie auf Ihre Seiten Adsense und Google Analytics?
    Tun Sie es damit Google die IP-Nummer und auch wirklich sehen kann wer die Zusammenfassung liest und Kommentare dazu schreibt?

    Im ĂŒbrigen, auch in den USA ist man schon gegen google:

    “The major issue with Google is not their business, it’s their bad relationship and arrogance with the ones providing their basis: webmasters and worldwide IM’ers.

    If all of us webmasters worldwide launches a campaign against google and all of us direct our websites visitors towards using different search engines such as Bing, with the power of banners, story lines, accusations, blocking Google bot with Robots.txt and don’t use Adsense etc. Google will experience a devastating effect that has a huge chance of going viral trough the whole world.

    These NY Times articles are very helpful because they lend credibility to the situation. It’s not just conspiracy theories from webmasters.”

    Google Casts a Big Shadow on Smaller Web Sites:
    http://www.nytimes.com/2012/11/04/technology/google-casts-a-big-shadow-on-smaller-web-sites.html

  107. Wann und wo soll Page denn gesagt haben, dass der Umsatz bis 2016 auf ĂŒber 100 Milliarden UD-Dollar steigen wird? Kann da keine Quelle fĂŒr finden.

  108. Hach ja, immer wieder toll wenn eine Firma etwas richtig gut macht und natĂŒrlich nicht auf der Stelle stehen bleiben will und dann bestraft (EU) werden soll weil alle Mitbewerber es es einfach vergeigt oder verpennt haben. Das Google jetzt ein quasi Monopol hat, ist ja nicht Googles Schuld. Ich empfehle mal die LektĂŒre von Steven Levys’ “In the Plex”.

  109. Mehr als Subjektiv.
    Meiner Meinung nach die ethisch/moralische schwammige Sicht eines Marketing-Menschens.
    Keine echte Fakten die einer konkreten Beurteilung der Sache nahekommen.
    Und ich bin kein Google-Fan…auch wennÂŽse gut sind…noch 😉

  110. Leute, vieleicht habt ihr es nicht verstanden aber:

    A. Google ist das Internet!
    B. Das Internet wird durch Google allein geregelt!
    C. Wer Google’s Regeln nicht befolgt, fliegt halt raus.

    Wer hat Google so groß gemacht? – WIR ALLE!

    Wer sollte Google zur Fall bringen – WIR ALLE!

    Solang Menschen nur darĂŒber schreiben und reden und Google nicht boykotieren, wird nichts passieren.

    Beginnt euch zu organizieren um Kurzfilme oder Videoprojekte darĂŒber zu veröffentlichen. Tut was damit das Internet fĂŒr jedermann zugĂ€nglich wird und das ganze ohne google’s Zensur.

    Eine Marktwirtschaft vertrÀgt kein Google das Innovation und Wettbewerb erstickt.

  111. Einige Besucher sollten unsere kurze Geschichte lesen.

    Unser Internetshop war fĂŒnf Jahre gut besucht, wir haben viel MĂŒhe und Arbeit gehabt damit unser Internetshop lĂ€uft aber wir alle waren glĂŒcklich eine anstĂ€ndige Arbeit zu haben.
    Die meisten Kunden, wie auch nicht anderes zu erwarten war sind durch Google.de zu uns gekommen. Wir hatten tÀglich zwischen 1,000 und 1,500 Besucher und in der firma waren 23 Mitarbeiter beschÀftigt.

    Mitte 2012 war unser Internetshop aus dem Google Index ohne BegrĂŒndung verschwunden ! Einfach so ĂŒber Nacht.
    Ende 2012 habe ich alle Mitarbeiter entlassen weil wir nur ca. 10 bis 15 Besucher tÀglich nur noch hatten.

    FĂŒr uns ist es klar: Gebe es Google nicht, hĂ€tten ich und meine Frau sowie alle Mitarbeiter noch unsere Arbeit.

    Joachim Kersbergen

  112. Einige Besucher sollten unsere kurze Geschichte lesen.

    Unser Internetshop war fĂŒnf Jahre gut besucht, wir haben viel MĂŒhe und Arbeit gehabt damit unser Internetshop lĂ€uft aber wir alle waren glĂŒcklich eine anstĂ€ndige Arbeit zu haben.
    Die meisten Kunden, wie auch nicht anderes zu erwarten war sind durch Google.de zu uns gekommen. Wir hatten tÀglich zwischen 1,000 und 1,500 Besucher und in der Firma waren 23 Mitarbeiter beschÀftigt.

    Mitte 2012 war unser Internetshop aus dem Google Index ohne BegrĂŒndung verschwunden ! Einfach so ĂŒber Nacht.
    Ende 2012 habe ich alle Mitarbeiter entlassen weil wir nur ca. 10 bis 15 Besucher tÀglich nur noch hatten.

    FĂŒr uns ist es klar: Gebe es Google nicht, hĂ€tten ich und meine Frau sowie alle Mitarbeiter noch unsere Arbeit.

    Joachim Kersbergen

  113. Das eine einzelne Firma wie Google so mĂ€chtig geworden ist mit Ihrer Suchmaschine ist sehr bedenklich. Schon jetzt nutzt Google seine Position mehr und mehr aus, eine Nische nach der anderen wird gerade durch Google kaputt gemacht mit dem Ergebniss das Google dadurch noch mĂ€chtiger wird. Es sind kleine Nischen..Wetterseiten z.B die derzeit massive Besucherzahlenverluste sehen da Google Wetter nun vor Ihnen in der Suche erscheint. Übersetzungsseiten, WĂ€hrungsumrechner etc. Ob das alles wirklich gut enden wird darf man wohl anzweifeln. Es wird Zeit fĂŒr staatliche Alternative Suchmaschinen die nicht kommerziell arbeiten sondern durch Steuern finanziert werden. UnabhĂ€ngigkeit im Netzt wĂŒrde Deutschland auf Dauer stĂ€rken.

  114. Sehr guter, ausfĂŒhrlicher Artikel mit fundierten Argumenten. Leider eröffnet der Text nicht wirklich Lösungsperspektiven. Der in den Kommentaren hĂ€ufig auftauchende Ruf nach der Politik ist etwas unscharf: Was sollte der Bundestag denn beschließen, um die Probleme zu beheben? Wenn man sich den im Artikel beschriebenen Wandel auf den Suchergebnisseiten anschaut, der ja relativ rapide innerhalb einiger Monate bzw. weniger Jahre verlaufen ist, ist das kaum langfristig gesetzlich zu fassen.

    Auch die Zerschlagung, die Du, Philipp, offenbar kurz bevorstehend siehst, scheint mir nicht so einfach zu sein – schon gar nicht als rein deutsche Maßnahme. Welche Teile sollten denn aus dem Unternehmen herausgebrochen werden, um die im Artikel beschriebenen Probleme zu lösen? Android und Infrastruktur-Projekte vielleicht, die sind aber m.E. eher das geringere Problem. Shopping, Wetter, News, Maps und Werbung wird man als Unternehmensstruktur kaum von der Suche trennen können, dazu sind sich die Bereiche zu Ă€hnlich bzw. fĂŒr den Rest ĂŒberlebensnotwendig (Werbung).

    Außer eher aussichtslosen Appellen an Google, ohne konkrete Gefahr und Nachteile auf erheblichen Umsatz zu verzichten, zeichnen sich m.E. keine zielfĂŒhrenden Handlungsoptionen ab. Hierzu wĂŒrden mich fundierte Ideen sehr interessieren!

  115. Hallo Gregor,

    LösungsverschlÀge sind hier leider alles andere als einfach herzuleiten.

    Ich denke eine klarere Kennzeichnung von Werbung und Google-Produkten sowie das Einordnen eigener Produkte in den Algorithmus, statt die willkĂŒrliche Bevorzugung wĂ€ren ein Anfang. Google tĂ€te sich zudem einen Gefallen, wenn Sie mehr zu den EntstehungsgrĂŒnden dieser Integrationen kommunizieren wĂŒrden. Transparenz in Bezug auf die Komposition der Suchergebnisse könnte Vertrauen schaffen.

    Was nicht duldbar ist, ist denke ich das “Abstrafen” gewisser GeschĂ€ftsmodelle per Algorithmus und anschließende Ersetzen durch Google-eigene Produkte. Ich unterstelle da noch nicht einmal Vorsatz. Aber wenn eine Algorithmus-Bestandteil herausfindet, dass gewisse Seitentypen angeblich ĂŒberflĂŒssig sind, warum kauft Google dann gerade in dem Bereich Firmen und baut eigene Produkte. Und viel wichtiger: Warum entwickelt man 12 Jahre lang den besten Suchalgorithmus der Welt, um ihn dann nur noch unterhalb der Bildschirmkante zu verwenden?

  116. Seit zwei Tagen verzeichnen wir plötzlich einen RĂŒckgang unserer Userzahlen.
    TĂ€glich hatten wir ca 9.000 Besucher pro Tag, so waren es gestern lediglich noch ca 50 Besucher pro Tag.

    Wir haben keinerlei Änderungen an der Website vorgenommen. Ist es eine Abstrafung durch Google und was kann man tun?

  117. @Marc, wie du eine Abstrafung erkennst, hat meine Schwester hier aufgeschrieben, vielleicht hilft dir das, falls Philipp das noch nicht getan hat.

    Eigentliche wollte ich aber auf Philipp reagieren: Die eigentlich Google-Werbung (Anzeigen) ist ja kenntlich gemacht. Sicherlich erkennen das viele Leute trotzdem nicht, aber ist das in Zeitungen und Zeitschriften anders? Du wohnst ja in Berlin: guck dir mal die BZ an, da muss man bei jeder Seite 2 mal hingucken, ob das Werbung ist oder nicht, obwohl es immer einen entsprechenden Hinweis gibt. Bei anderen Zeitungen ist es oft Àhnlich.

    Die bevorzugte Einbindung der eigenen Dienste sehe ich da auch schon eher problematisch, das könnte was fĂŒr’s Kartellamt sein. Auch das wĂ€re aber keine politische Aufgabe, sondern eine Frage der Auslegung bestehender Regeln. Das Bundeskartellamt hat ja auch schon mal auf eine Beschwerde von Ciao! hin geprĂŒft, ob Google sich da kartellrechtlich ok verhĂ€lt. Leider finde ich dazu nicht die Ergebnisse, sondern nur Artikel ĂŒber das Verfahren an sich 🙁 WĂ€re mal spannend, was da mit welcher BegrĂŒndung rausgekommen ist.

  118. wenn ich dein blog und alle kommentare lese herr klöckner wird es einem ja ĂŒbel.

    was glaubt ihr warum google das alles macht mit der abstrafungen und warum google euch alle das leben schwer macht? ganz eindeutig damit ihr adwords nutzen musst. ist doch klar das google seine suchmaschine missbraucht um nutzen daraus zu erzielen. google ist wie ich lesen kann keine suchmaschine sondern nur noch eine werbemaschine.

  119. Hi Philipp,

    Google war mal cool aber auch ich habe meine Meinung zum Thema Google geÀndert denn Google verÀndert sich mehr und mehr und von QualitÀt kann man bei den Google-Suchergebnissen auch nicht mehr reden.

    Das Ziel von Google ist ganz offensichtlich, die Surfer mehr und mehr
    auf den eigenen Seiten zu behalten und die Klicks selber zu
    verwerten, sprich Adwords.

    Wenn man die letzten Jahre mal die Entwicklung im Bereich Google und
    Wetter, Shopping etc. verfolgt hat, ergibt sich ein klares Bild.

    Inzwischen glaube ich, wĂŒnschen sich mehr und mehr Webmaster, dass ein Riesenmeteorit in der Googlezentrale einschlĂ€gt und die ganzen DrecksĂ€cke ausradiert.

    Das Web wÀre besser dran ohne Google und Gefolge und es ist nur eine Frage der Zeit bis Google verschwindet.

    Nice Weekend!

  120. AN ALLE WEBMASTER:

    Wir wollen eine Initiative grĂŒnden und den Kampf fĂŒr ein freies Netz ohne Google starten.

    Wenn der Gesetzgeber keine Abhilfe schafft, mĂŒssen wir es als Webmasters selbst tun!

    EndgĂŒltig Schluss mit Google Analytics:

    Viele von uns haben eine starke Abneigung gegen Google bekommen. Zuerst beginnen wir Google Analytics von unsere Websiten zu entfernen, wir möchten Google nicht mehr mit wertvollen Besucherdaten versorgen.

    EndgĂŒltig Schluss mit Google Indizierung.

    Google missbraucht sein Monopol. Wir sollten alle die Google-Suchmaschine aussperren mit der Datei robots.txt. Je mehr mitmachen, umso besser.

    robots.txt:

    User-agent: Google
    Disallow: /

    Google’s Monopol und dessen negative Auswirkung, die totalitĂ€re Diktatur muss ein Ende haben und nur gemeinsam sind wir stark!

    Kontakt:
    freies-netz-google-ade@hushmail.com
    Google Monopol: http://www.googlemonopoly.com

  121. The Beast File: Google (movie)

    http://vimeo.com/9897083

    Meet Google. The noun that became a verb. The world’s favourite search engine, and the company whose motto is “Don’t be evil…”

  122. Das Monster Google fĂŒhlt sich stark genug neue Mauern zu errichten.

    “Druck und Zwang ersetzen die bisher gefĂŒhlte Freiheit, und die unbeschwerte Leichtigkeit ist dahin. Am Ende bleibt nur die Hoffnung auf Kartellverfahren und die europĂ€ischen Wettbewerbsbehörden.

    Die Idee, dass sich das Netz genau dann am besten weiterentwickelt, wenn man es frei und unabhĂ€ngig von Ă€ußeren Eingriffen selbstorganisiert seinen Weg gehen lĂ€sst, erweist sich als falsch.

    Dies fĂŒhrt zur Bildung von Monopolen und Oligopolen. Gegen Microsoft ist man vor Jahr und Tag wegen einer Lappalie, nĂ€mlich seiner Marktdominanz beim Internetbrowser, massiv vorgegangen. Nun sind Ă€hnliche Schritte gegen Google zu erwarten.”

    faz.net

  123. Eigentlich schaudert es mich nun – wobei ich es insgeheim immer schon “gewusst” habe – aber dennoch – wenn man es so schwarz auf weiss ließt dann drĂ€ngt sich der Gedanke schon auf dass dieser Monopolist immer mehr das Geld verdienen in den Vordergrund schiebt und somit sein Adwords und andere Programme in den Fokus genommen hat…

  124. My German is not so good, but why don’t we start to disallow Google to crawl our webpages?

    If millions and millions of webmasters do that, it would be very funny to see how Google goes to bankruptcy.

  125. Google hat das Internet mit Update endgĂŒltig zerstört. Google hat mit dem neuen Update kleine Unternehmen, Shops und mehr aus seinem Index verbannt, und das Weltweit. Nur noch Brand-Seiten werden im Index gefunden.

    http://www.webmasterworld.com/google/

  126. http://www.webmasterworld.com/google/

    Google hat mit dem neuen Update kleine Unternehmen, Shops und mehr aus seinem Index verbannt, Weltweit!!! Nur noch Brand-Seiten werden im Index gefunden. Google hat das Internet endlich endgĂŒltig zerstört.

  127. @thorsten: Ich kritisiere weder die Aussortierung von Preissuchmaschinen, noch das Prominente platzieren des Google Preisvergleich an sich. Nur beides zugleich durchzusetzen und das eine mit schlechter QualitĂ€t und User Satisfaction zu begrĂŒnden und es dann durch etwas noch schlechteres zu ersetzen finde ich höflich formuliert ‘unglĂŒcklich’.

  128. was bringt nur das reden darĂŒber jungs?!

    wir sollten alle google mit robots.txt blocken damit wir wieder ein freies internet bekommen

  129. http://www.leavegooglebehind.com/how-tos/how-to-eradicate-google-from-firefox

    How to eradicate Google from Firefox

    This tutorial will help you eradicate Google from Mozilla Firefox, so that your browser does not send information about you to the Monster of Mountain View.

    Step 1. Remove Google from the list of search engines.
    Click the dropdown icon next to the search box in the upper right hand corner of Firefox.
    Click “Manage Search Engines” (at the bottom of the list).
    A dialogue box will appear. Select Google and click Remove. Then click OK.

    Step 2. Turn off “safe browsing”.
    Firefox has a feature called “safe browsing” which reports information about your browsing to Google. This “feature” can be turned off by going to Tools > Options, clicking the Security tab, and unchecking “Block reported attack sites” and “Block reported web forgeries.” (You can take charge of your own browsing security by installing these essential privacy add-ons for Firefox, outlined in this separate tutorial).

    Step 3. Disable location-aware browsing. Another Firefox “feature” that works in conjunction with Google, this useless piece of functionality allows websites to collect detailed information about where you’re browsing from.
    In the URL bar, type about:config
    Click “I’ll be careful, I promise” when you get the “This might void you warranty” warning
    In the Filter box, type geo.enabled
    Double click on the geo.enabled preference
    Location-Aware Browsing is now disabled.
    Leave the about:config tab open for next steps.

    Step 4. Adjust and/or disable location bar search
    When you type an invalid URL into Firefox’s address bar and hit enter (or mistakenly use the location bar in place of the search box), Firefox’s default behavior is to send this information to Google as a search query, whereupon Google shows you results for the invalid URL. We can modify and also disable this behavior.
    Clear the Filter Box by clicking the little X just inside the right edge of the box.

    Type keyword

    You’ll see two listings. The first will show a Google URL. Double click this listing.
    A box will appear allowing you to edit the URL. You can paste in substitutes like:
    http://bing.com/results.aspx?q= (for Bing)

    Click OK to save changes.
    Optionally, you can double click the second listing (keyword.enabled) to completely turn off location bar search in Firefox. Replacing the Google URL first is still a good idea!

    Step 5. Change your home page.
    The default homepage for Mozilla Firefox has a Google search bar in it. You can change this by dragging the icon next to any URL onto your Home button. If you don’t have a favorite website to change to, consider making Bing your homepage. It features a gorgeous picture every day.

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