Philipp Kl√∂ckner ūüá©ūüá™Philipp Kl√∂ckner war sechs Jahre lang als Search Strategist und VP Travel Verticals bei Idealo.de t√§tig. Seit 2011 ist Philipp Kl√∂ckner vor allem als Angel Investor und Advisor t√§tig und teilt seine Erfahrung in den Bereichen Online Marketing, Produkt Entwicklung und Business Intelligence mit Startups, Growth Companies und Kapitalgebern. ūüá¨ūüáß About the author: Philipp has been an in-house SEO and VP Travel Verticals at the market-leading price comparison in Europe (Idealo.de) for 6 years. Since 2011 Philipp Kl√∂ckner is an active Angel Investor and Advisor, helping Startups, Growth Companies and Private Equity funds by sharing his deep insights into Digital Marketing, Product Development and Business Intelligence. ūüĒó Connect via: LinkedIn (Follow) | Twitter | Facebook (Subscribe)

Warum Sedo jedes Jahr Millionen verschenkt…

3 min read

Die Sedo GmbH mit Sitz in K√∂ln ist nach eigener Auskunft der f√ľhrende Domain-Marktplatz der Welt. Die United Internet Tochter ist in Europa der Inbegriff des Domainsmarkts und h√§lt √ľber ihre Tochter DomCollect eines der attraktivsten Domain-Portfolios √ľberhaupt. Sedo verdient im Schnitt eine Transaktionsgeb√ľhr von 10% (seit 2012: 15%) des √ľber den Marktplatz abgewickelten Transaktionsvolumen. Je mehr und je teurer Domains verkauft werden, umso profitabler ist die Sedo GmbH letztlich f√ľr die United Internet AG. Au√üerdem verdient Sedo nat√ľrlich am sogenannten Domain-Parking, also der Monetarisierung von Type-In-Traffic auf ungenutzen Domains.

W√§hrend sich der Umsatz der Plattform von 2004 auf 2005 noch mehr als verdoppelte, wuchs der Domain-Sekund√§rmarkt im letzten Jahr nur noch um magere 3% auf knapp 55 Mio. Euro (Sedo Marktstudie). Und dennoch w√ľrde ich behaupten, dass zweistellige Zuwachsraten nur eine Frage des optimalen Gesch√§ftsmodells w√§ren. Denn was der Domainmarkt braucht ist vor allem eines: LIQUIDIT√ĄT!

Denn die gro√üen Domainh√§ndler horten gro√üe Portfolios an Premium-Domains und Type-In-Domains in der (berechtigten) Hoffnung auf steigende Preise. Neues Geld und damit neue h√∂here Ums√§tze flie√üen aber nur dann in den Markt, wenn neue Domaink√§ufer (zumeist Endkunden, also Domain-Betreiber und nicht Domain-H√§ndler) den Marktplatz betreten. Auch wenn sich sowohl mit Type-In-Traffic als auch mit dem Projektieren von Domains exorbitante Renditen im dreistelligen Bereich verdienen lassen, so fehlt es doch den meisten Marktteilnehmern an Liquidit√§t um teure Premiumdomains oder gro√üe Portfolios aufzukaufen. Dadurch bleiben letztlich auch bei Sedo die Marktplatz-Ums√§tze aus. Denn wenn alle ihre Domains von der Hoffnung auf steigende Preise befl√ľgelt in den Keller legen, stagniert der Handel √ľber den Marktplatz Sedo zunehmend. Selbst diejenigen, die teure Premiumdomains profitabel betreiben k√∂nnten, haben oft nicht die Liquidit√§t diese vorzufinanzieren.

Eine Chance die (fast) NUR Sedo nutzen kann!

Denn das scheinbare Marktversagen ist viel mehr eine Chance als eine Bedrohung f√ľr Sedo. Denn aus der Liquidit√§tsl√ľcke ergibt sich eine mehrfache Chance den Umsatz zu steigern:

1. Absatzförderung mittels Lieferantenkredit

Der sogenannte Lieferantenkredit ist ein klassisches Mittel zur Absatzf√∂rderung. Der Lieferant (oder H√§ndler) r√§umt dem K√§ufer einen Kredit ein, um den Absatz der eigenen Waren zu f√∂rdern. Oft k√∂nnten Domaink√§ufer ohne weiteres die Zinsen bzw. Tilgung des Domainkaufpreises aus den direkten Einnahmen finanzieren, jedoch nicht den Kaufpreis f√ľr eine teure Domain sofort aufbringen. Best√ľnde die M√∂glichkeit Domains “auf Pump” zu kaufen, w√ľrde sich das Marktvolumen schnell vervielfachen.

2. Risiko der Kreditvergabe

Nun k√∂nnte man denken, dass die Kreditvergabe an Internetdilettanten und Webhazardeure mit einem hohen Ausfallrisiko verbunden ist, welches die Vorteile der Absatzf√∂rderung letztlich auffrisst. Weit gefehlt! Hier droht kein Risiko, sondern es lockt die zweite Chance Geld zu verdienen! Denn Sedo (ausgewiesener Experte in der Domainbewertung) w√ľrde die Kundenkredite nat√ľrlich als pfandbesicherte Kredite vergeben. Oder einfacher gesagt: Der zuk√ľnftige K√§ufer bek√§me von Sedo lediglich eine Kreditzusage in H√∂he des von Sedo gesch√§tzten Domainwert abzgl. eines Sicherheitsabschlags. Die zu erwerbende Domain diente selbstverst√§ndlich zur Besicherung des Darlehens. Die Sedo GmbH w√ľrde also zum Domain-Pfandhaus avancieren. Kann der K√§ufer den Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, bleibt Sedo die Domain als Sicherheit. Selbstverst√§ndlich lie√üe man sich die Geld√ľberlassung (Kreditzins), das Domaingutachten, sowie die Verwaltung des Pfandkredits f√ľrstlich verg√ľten, so wie das jedes andere Pfandhaus auch t√§te.

3. Worst Case – Zwangsversteigerung

Foto: Pfandhaus.netF√ľr den realistischen Fall, dass ein gewissen Prozentsatz der K√§ufer Ihre Domains doch nicht refanzieren k√∂nnten, droht der Sedo GmbH eine weitere CHANCE! Wie jedes andere Pfandhaus, w√ľrde die verpf√§ndete Domain zwangsversteigert. Nat√ľrlich auf dem “f√ľhrenden Domainmarkt” der Welt, wo der Auktionator (ja, nat√ľrlich wieder Sedo) 10% des Auktionspreises erh√§lt. Also im schlimmsten Fall verkauft Sedo eine Domain ZWEImal, und kassiert nebenbei allerlei Geb√ľhren.

4. Best Case – Multiplikatorprozess

Sollte der K√§ufer seine Domain erfolgreich betreiben k√∂nnen, flie√üen Ihm nicht nur st√§ndig neue liquide Mittel zu, sondern er kann auch den Teil des Kaufpreises, den Sedo als Kundenkredit gew√§hrt hat direkt in die n√§chste Transaktion investieren. So kann mit der gleichen Summe an Ursprungsliquidit√§t bei √ľberschaubarem Risiko viel mehr Transaktionsvolumen (und Transaktionsgeb√ľhren) geschaffen werden.

5. Marktdynamik durch Liquidität

Die Hebelwirkungen und Vorz√ľge des Modells sind jedoch noch l√§ngst nicht ersch√∂pft. Denn sp√§testens seit der letzten Finanzkrise wei√ü jedermann was steigende Liquidit√§t f√ľr den Markt bedeutet: Die Domainpreise und damit die Transaktionsvolumina (und die Transaktionsgeb√ľhren $$$) werden durch die neue Liquidit√§t (=Nachfrage) kr√§ftig steigen. Immer mehr “Wirtschaftssubjekte”, wie der √Ėkonom die Menschen romantisch nennt, betreten den Domainmarkt und k√∂nnen sich (kreditfinanzierte) Domains leisten. Endlich w√ľrde auch die Bereitschaft bestehen, die teils hohen Verkaufspreise f√ľr Premium-Domains zu akzeptieren. Erneut winkt eine Belebung des Domain-Sekund√§rmarktes und damit neue Umsatzpotential f√ľr Sedo. Die Domainverk√§ufer w√ľrden au√üerdem ebenfalls vom Absatz profitieren und ihr Engagement am Domainmarkt vermutlich auch steigern.

Das Potential f√ľr Sedo

Bisheriges Sedo-Geschäftsmodell

K√§ufer (100.000 ‚ā¨) kauft Domain √ľber Sedo von Verk√§ufer. Sedo beh√§lt Provision (10.000 ‚ā¨) und Verk√§ufer erh√§lt Kaufpreis (90.000 ‚ā¨)

Bisheriges Modell + Pfandhaus-Modell

K√§ufer (100.000 ‚ā¨) kauf Domain – Sedo verdient 10.000 ‚ā¨. Anschliessend wird die Domain mit Sicherheitsabschlag von 30% des Marktpreises beliehen. K√§ufer verf√ľgt √ľber die Domain und wieder √ľber 70.000 ‚ā¨, zahlt aber Zinsen und Geb√ľhren (Bewertung & Verwaltung) an Sedo. Gleichzeitig kann er 70.000 ‚ā¨ reinvestieren, was erneute Provisionen in H√∂he von 7.000 ‚ā¨ generiert und evtl. erneute Zinsen und Geb√ľhren. Nach erneuter Verpf√§ndung stehen immerhin wieder noch fast 50.000 ‚ā¨ zur Verf√ľgung und somit bis zu 5.000 ‚ā¨ Provision im Raum. Schnell sieht man, dass Sedo schon im 3. Schritt 10.000 + 7.000 + 5.000 + … (= mehr als 22.000 ‚ā¨) verdienen konnte. Obwohl die Hebel durch Preissteigerung und Neukunden noch gar nicht ber√ľcksichtigt worden sind.

Prämissen

F√ľr den erheblichen finanziellen Aufwand br√§uchte Sedo nat√ľrlich einen Finanzpartner. Da die Kreditgesch√§fte aber durch den Pfand besichert sind, und da ob der guten Rendite auch die Kredits√§tze eher √ľber dem Marktzins gew√§hlt werden k√∂nnen, sollten sich Intermedi√§re finden, die dieses Risiko gern gegen eine entsprechende Rendite-Erwartung √ľbernehmen.

Au√üerdem ist es nat√ľrlich wichtig, dass der Domainbesitzer im Gegensatz zum klassischen Pfandgesch√§ft die Nutzungsrechte an der Domain beh√§lt um den Kaufpreis auch refinanziren zu k√∂nnen. Die Verpf√§ndung als Sicherheit k√∂nnte man √ľber ein Disput-√§hnliches Verfahren gew√§hrleisten.

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25 Replies to “Warum Sedo jedes Jahr Millionen verschenkt…”

  1. Sedo hat noch ein ganz anderes Problem:
    Da werden Verkaufspreise aufgerufen von z.B. 300 Euro. Wenn man dann kaufen will, erh√§lt man die Antowrt vom Verk√§ufer, dass er nun schnell mal 30000 haben will. Solange solche Typen (bekannte Firma aus Leipzig – ich nenn keinen Namen) da ungestraft bei Sedo inserieren k√∂nnen, ist die Plattform f√ľr mich gestorben.

  2. Hervorragende Idee Pip – w√§re sicherlich interessant f√ľr SEDO, aber auch f√ľr Heerscharen von Domainbesitzern, die seit Jahren auf einem dicken Portfolio sitzen. Ich hatte auch mal versucht, einige Domains √ľber SEDO zu vertickern, aber Domainer scheinen in der Regel nicht in der Lage, den Wert einer Domain jenseits der Keys wahrzunehmen…

  3. @Loewenherz
    “…aber Domainer scheinen in der Regel nicht in der Lage, den Wert einer Domain jenseits der Keys wahrzunehmen‚Ķ”
    Das ist grunds√§tzlich richtig, auf der anderen Seite erh√§lt man als Interessent bei Keyword-Domains oftmals Gegenforderungen vom Verk√§ufer, die bei Branchenkenntnis wirtschaftlich nicht vertretbar sind. Ich hatte das letztens mit einer Sportartikel-Domain, welche der Verk√§ufer f√ľr um die 100.000 Euro verkaufen wollte. Kenne ich Marge und Ums√§tze (anhand von Erfahrungswerten und Einnahmen pro Besucher sch√§tzbar), dann w√§ren das 3-4 Jahresgewinne, die nur in den Kauf des Domainnamens geflossen w√§ren. Irgendwo muss das ganze f√ľr beide Seiten lohnend sein.

  4. Hervorragende Idee, sehr leserfreundlicher Artikel – macht richtig Spass in der Idee aufzugehen.
    Bin gespannt wie die Domain-Branche reagiert.

  5. Kann mich nur anschlie√üen, super Vorschl√§ge. Nicht selten vermasselt sich SEDO selbst bestimmte Deals. Bei der Nachfrage auf welchem Grund das manchmal exorbitante Gegenangebot basiert kommt nicht selten zur√ľck, dass die Domain laut einer SEDO Analyse soviel wert w√§re.

    Ich hab in letzter Zeit unheimlich viele Domains √ľber SEDO eingekauft, aber etliche Domains werden noch ewig bei ihrem Besitzer verweilen wenn da nicht bald mal realistischere Preise (auch von SEDO selbst) vorgeschlagen werden – oder sich am Ende tats√§chlich ein Dummer findet.. (dabei meine ich ausschlie√ülich Domains die noch nie vorher Content enthalten haben).

  6. Moderierend w√ľrde ich sagen, dass viele Domainpreise auch durchaus gerechtfertigt sind, wenn man sieht wie wichtig die Domain heutzutage ist. Es kommt halt vor allem darauf an, was man daraus machen kann.

  7. pip:

    weltklasse artikel! http://digipawn.com macht das ja schon seit jahren vor.

    wir sind heute im domainmarkt wo der immobilienmarkt 1950 war. bereits jetzt gibt es die erste domain fonds, shared ownerships (http://www.fusu.com) und domain kredite. bald werden derivate folgen in die man investieren kann, wie equity swaps.

  8. Ich f√§nds schon mal gut, wenn’s bei SEDO nur Festpreise oder zumindest Grenzen geben w√ľrde. Wie Friday schon gesagt hat, das nervt meist extrem wenn man f√ľr ‘ne Domain anfr√§gt und dann exorbitante Preise zur√ľck kommen…

  9. Wirklich ein herausragender Artikel und ein spannendes Thema!

    Habe direkt mal auch in unserem Blog auf diesen Beitrag hingewiesen.

    Das wird sicherlich zu sehr interessanten Diskussionen f√ľhren. Auf jeden Fall finde ich diesen Denkansatz sehr spannend. Und ich bin sehr gespannt was die SEDO-Macher hierzu sagen werden.

  10. Das problem bei diesem kredit mit domain als sicherheit ist, dass ich mit der Domain ja schindludertreiben kann wenn ich sie auf pump kaufe…
    Und so kann ich nat√ľrlcih auch den Wert vermindern!
    Wäre also unklug eine domain als sicherheit zu nehmen ^^

  11. Sehr sch√∂n, Pip! BWL Grundstudium w√ľrde ich sagen. Und wichtig ist vorallem Punkt 5, der K√§ufer bleibt liquide, auch wenn er nicht weiter bei Sedo investiert, verdienen die an Bewertung & Verwaltung und K√§ufer kann sein Kapital wieder ins Unternehmen stecken.

  12. Hi Pip,

    Sedo macht so unglaublich viel falsch – mehr geht kaum. Tatsache ist, dass sie in Deutschland keinen Konkurrenten haben und Konkurrenz bekanntlich ja den Markt belebt.
    Auch Sortierfunktionen etc. sind absolut rudiment√§r und nicht mehr zeitgem√§√ü. Sedo m√ľsste sich nur mal 10 Minuten Flippa.com ansehen und h√§tte unendlich neue Verbesserungsvorschl√§ge auf dem Silbertablett serviert.
    Domains mit Finanzierung kaufen ist sowieso eine super Idee. Ich pers√∂nlich w√ľrde das nicht Sedo machen lassen, sondern einfach einen Fonds aufmachen. ūüôā

  13. Hi,

    ich kann Julian nur zustimmen. Der ganze Laden von United Internet inkl. GMX, 1und1 etc. sind vor 15 Jahren durch Zufall in den Markt gestolpert, haben seit der Zeit aber kaum mehr Innovatives geleistet. Ich w√ľrde von SEDO niesbez√ľglich nicht viel erwarten. Es m√ľsste mal ernstzunehmende Konkurrenz in dem Markt geben. Kann doch nicht so schwierig sein, eine Handelsplattform auf der Grundlage Deiner Idee aufzubauen?!

    Gruß

  14. wenn Sedo eine bank w√ľrde, dann m√ľ√üte sicherlich noch st√§rker diskutiert werden, dass sedo diverse interessenkonflikte in sich vereinigt: Marktplatz, Tocher, die mit domains spekuliert und Domaingutachter. erst begutachten und dann vielleicht billig einkaufen?

  15. Ich denke auch mal, dass SEDO letzte Innovationen schon etwas her sind. Die Provisionen f√ľr den Verkauf von Domains sind eine Sachen, aber die schlechten Parkingseiten eine andere Sache. Die Einnahmen sind wohl eher zuf√§llig oder nur bei sehr guten Keywords in Ordnung. Domains √ľber SEDO vertickern ist noch schwieriger. Da bekommt man auf der einen Seite als Verk√§ufer “Scherzangebote” 500 Euro o.√§. auf der anderen Seite muss man als K√§ufer schon mal das 3-4-fache der Jahreseinnahmen f√ľr ein Domain springen lassen. Hmmmmmm.
    Aber zum Gl√ľck gibt es noch L√∂sungen mit denen man nicht auf SEDO angewiesen ist.

  16. Leute Leute,

    das gesamte Domain-Business wartet nicht auf eine L√∂sung damit k√§ufer wie Philipp Kl√∂ckner sagt: mehr LIQUIDIT√ĄT besitzen. So ein Schwachsinn! Angebot und Nachfrage ist hier das Zauberwort. Es ist Unsinn wenn sich ein Privatkunde Domains ab> 5000‚ā¨ zulegt dies w√ľrde in einem riesigen Finanzchaos enden wenn es dabei noch ein Kredit oder sogar Kauf auf Pump-System g√§be.

    Ich glaube Philipp Klöckner muss sich besser in das Thema einarbeiten, denn aus seinem Text geht ganz klar hervor, dass er den Prozess eines Domain-Transfer nicht kennt! Es gibt gewisse Sperren damit Domains nicht im Sekundentakt transferiert werden können und diese Sperren kommen nicht von Sedo. Damit ist ein Handeln mit Domains wie es von der Börse gekennt wird nicht Möglich.

    Momentan sind in der Sedo-Datenbank 16Millionen Domains eingetragen was die zum absoluten Marktf√ľhrer macht. Und selbst Google hat versucht in die Domain-Branche einzusteigen. Mmmmh aber wieso kennt man den Service von Google nicht? ER WURDE EINGESTELLT! Sogar Google hat in einem Bericht erkl√§rt, dass dieser Markt belegt ist. Da es hunderte Millionen kosten w√ľrde in diesem Markt Fu√ü zu fassen.

    Wer also sagt Sedo mach einiges/alles falsch hat einfach keine Ahnung! Denn was wisst Ihr bitte schon √ľber das Domain-Business? Genau nicht viel bzw kennt Ihr nur oberfl√§chliche Informationen.

    Ich verkaufe seit 2007 Domains bei Sedo und habe es auch bei anderen Anbieter versucht. Sedo hat einfach am meisten Ahnung den besten Service und die beste Plattform!

    Und Philipp Kl√∂ckner muss einfach verstehen, dass sein System wenn es gut w√§re schon l√§ngst umgesetz w√ľrde oder glaubst du jetzt echt du bist vor Sedo auf so eine Idee gekommen? Oh Gott ich bete f√ľr dich das du es nicht glaubst. Und f√ľr die Leute die flei√üig Kommentare geschrieben hat Sedo ist ein Marktplatz auf dem Verk√§ufer Preise bestimmen k√∂nnen wie Sie wollen und daran kann Sedo nichts √§ndern. W√ľrde Sedo Preise √ľberwachen und ver√§ndern dann w√§ren sie kein Marktplatz!

    Somit verbleibe ich mit,

    der Text ist spannend geschrieben aber Inhaltlich schlecht und nicht umsetzbar.

    Gr√ľ√üe Johannes

  17. Ich denke viele DomainDeals werden heute ohne SEDO gemacht. Das Wachstum des Domain-Sekundärmarktes kann somit auch nicht richtig dargestellt werden.

    LG, Sebastian

  18. @johannes: Ich glaube behaupten zu d√ľrfen, dass es schon Akteure im Domainbusiness gibt die es gut f√§nden wenn “K√§ufer wie Philipp Kl√∂ckner” mehr Liquidit√§t h√§tten. Nat√ľrlich muss nicht zwangsl√§ufig SEDO diese Funktion erf√ľllen. Jedoch erkennt eine normale Bank Domains in der Regel nicht als Sicherheit, w√§hrend SEDO den wert dieser Domain recht gut beleihen k√∂nnte.

    Ich glaube Dir durchaus, dass Du ausreichende Erfahrungen hast, um Die eine Meinung zu dem Problem zu bilden. Du darfst mir aber auch zugestehen, dass ich nachdem ich in den letzen 18 Monaten Domains f√ľr einen 7-stelligen Betrag eingekauft habe und mehr als 300 Domains transferiert habe, sowohl den Domainmarkt, als auch die verschiedenen Transfer-Restriktionen wie die 60-Tage-Sperre zumindest grundlegend verstanden habe. ūüėČ

    Sicherlich ist SEDO Marktf√ľhrer und hat derzeit das beste Produkt. Gerade von der K√§uferseite gibt es aber immer wieder Kritik am Marktplatz. Domainsuche, Monetarisierung, Verhandlungslogik und viele andere Dinge k√∂nnten durchaus besser umgesetzt werden. Und ein gro√üer Teil des Sekund√§rmarkts findet, wie Sebastian richtig sagt, inzwischen au√üerhalb von SEDO statt. Du kannst Dir vorstellen, dass man sich ab einem 5-stelligen Domainwert 3 mal √ľberlegt ob die SEDO “Dienstleistung” noch 10% wert ist.

    Dass Kreditfinanzierung zwangsl√§ufig mit einer √úberhitzung einhergeht ist einfach nur Unsinn. Kein Weltkonzern arbeitet heutzutage ohne Fremdkapital, oder denkst Du dass BASF seine Raffinerien vom Bankkonto bezahlt? Es ist vollkommen selbstverst√§ndlich, dass man Investitionen mittels Krediten finanziert, weil man davon ausgeht dass die Renditen der Investition die Kreditzinsen √ľbersteigen. Wer hier immer gleich mit der Finanzkrise argumentiert, dem fehlt offenbar der Horizont mal √ľber das Domainmarkt hinwegzuschauen.

  19. Moin!

    zu 1.
    SEDO ist ja nicht im Besitz der zu vertreibenden Domains, sondern lediglich Vermittler, also k√∂nnen sie vermittelte Domains ja nicht als Pfand gegen√ľber ihren potentiellen Geldgebern ausweisen. Wie besichern sie also ihrerseits ihre Kredite? Durch DomCollects Domains?

    zu 4.
    In deinem Beispiel fliesst der Kredit f√ľr den Kauf der 1. Domain in die Tasche des K√§ufers(!). Was erh√§lt eigentlich der Verk√§ufer beim Verkauf der Domain?

    zu 5.
    In deinem Beispiel gehst du davon aus, dass der Endkunde nach dem ersten Premium-Kauf weitere Domains kaufen wird. Wie hoch die Zahl der End(!)-Kunden wohl sein mag, die dies tun w√ľrden? Ich vermute stark, dass sie gegen Null tendiert.

    Ahoi!

  20. ad1) auch H√§ndler k√∂nnen Lieferantenkredite vergeben – why not. F√ľr SEDO ist es wesentlich einfacher sich ohne Besicherung zu refinanzieren. Nat√ľrlich w√ľrde man hierf√ľr einen Finanzpartner ben√∂tigen. Verstehe nicht wo das Problem sein soll.

    ad4) Der Verkäufer erhält den vollen Kaufpreis, der Käufer hat im Anschluss an den Kauf oder im Vohinein nur eben die Möglichkeit sich zu refinanzieren.

    ad5) ich vermute Sie ist deutlich h√∂her als Null. Es muss auch nicht immer der “Endkunde” sein von dem jeder tr√§umt. Die Domainfonds und gro√üen privat gehaltenen Portfolios eigen doch bereits, dass es eine K√§uferschaft gibt. SEDO ist ein Marktplatz. Den Begriff “Endkunde” benutzer meiner Meinung nach nur Domainer. Aus meiner Sicht ist Kunde gleich Kunde. Immer mehr Domainer werden selbst zu Endkunden und viele Endkunden zu Domainern und Wiederk√§ufern…

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